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Vize-Außenminister Mularczyk: Deutsche Politiker zunehmend zu Dialog über Kriegsreparationen bereit

07.06.2023 11:08
 Wie der Politiker erinnerte, habe Namibia kürzlich vom deutschen Staat über eine Milliarde Euro Entschädigung für den Völkermord zu Beginn des 20. Jahrhunderts erhalten. Im Hintergrund der Entscheidung würden deutsche Investitionen in Mineral-Rohstoffe in dem Land stehen.
Wiceminister spraw zagranicznych Arkadiusz Mularczyk
Wiceminister spraw zagranicznych Arkadiusz MularczykTT/@arekmularczyk

Die Haltung Deutschlands in Bezug auf Kriegsreparationen ändert sich langsam, sagt Vize-Außenminister Arkadiusz Mularczyk. Geht es nach dem Politiker, seien immer mehr deutsche Politiker bereit, in dieser Angelegenheit einen Dialog zu führen.

Wie der Vize-Außenminister im Gespräch mit Polskie Radio 24 betonte, erfordere die Frage der Reparationen Zeit und diplomatischen Druck auf Berlin. Er erinnerte daran, dass Namibia kürzlich vom deutschen Staat über eine Milliarde Euro Entschädigung für den Völkermord zu Beginn des 20. Jahrhunderts erhalten habe. Deutsche Kolonialbeamte hätten damals Zehntausende Mitglieder der Herero- und Nama-Völker ermordet, die auf dem Gebiet des heutigen Namibias lebten. Laut Arkadiusz Mularczyk handele Deutschland bei diesem Thema nicht selbstlos. Im Hintergrund würden deutsche Investitionen in mineralische Rohstoffe in Namibia stehen. Dieses Beispiel zeige, dass Polen in seinen Bemühungen nicht nachlassen sollte. "Mit allem Respekt, aber ich fühle mich nicht schlechter als ein Einwohner Namibias", so Vize-Außenminister Arkadiusz Mularczyk.

Im September vergangenen Jahres hatte die Regierung einen Bericht über die Verluste Polens während des Zweiten Weltkriegs vorgelegt. Der geschätzte Betrag beläuft sich auf über sechs Billionen Zloty.

Informacyjna Agencja Radiowa (IAR)/PR24/d mk/i hk/w wk/adn