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Polnischer Präsident: Weimarer Dreieck steht fest an der Seite der Ukraine

13.06.2023 08:12
„Wir stehen heute alle fest an der Seite der Ukraine. Und uns ist absolut klar, dass Russland diesen Krieg nicht gewinnen darf (...). Im Interesse der Sicherheit Europas ist es von grundlegender Bedeutung, dass der russische Imperialismus ausgelöscht wird", betonte Duda an Seite seines französischen und deutschen Amtskollegen in Paris.
Prezydenci Polski i Francji oraz kanclerz Niemiec rozmawiali przede wszystkim o bezpieczeństwie i obronności
Prezydenci Polski i Francji oraz kanclerz Niemiec rozmawiali przede wszystkim o bezpieczeństwie i obronnościPAP/Leszek Szymański

Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz am Montagabend sagte der polnische Präsident während eines Treffens im Weimarer Dreieck-Format in Paris, die drei Länder würden bei der Unterstützung der Ukraine gegen die russische Invasion „durch ein gemeinsames Interesse absolut geeint sein".

„Die Ukraine muss in den Westen aufgenommen werden"

Andrzej Duda nach, sei Polen nach jahrelangen Bemühungen Teil der Gemeinschaft der westlichen demokratischen Länder geworden. „Heute wollen die Ukrainer das Gleiche. Sie wollen sich der westlichen Gemeinschaft auf politischer Ebene anschließen", sagte der polnische Präsident. „Wir sollten dies erleichtern, und das ist eines der Themen unseres heutigen Treffens. Die künftige Mitgliedschaft der Ukraine in der EU und (...) die künftige Mitgliedschaft der Ukraine in der NATO-Allianz", fügte er hinzu.

Duda äußerte auch die Hoffnung, dass die Ukraine „dank der Unterstützung Europas eine erfolgreiche Gegenoffensive" gegen Russland durchführen werde. Seiner Meinung nach würde „ein Sieg der ukrainischen Armee" darin bestehen, „die russischen Streitkräfte aus allen besetzten Gebieten zu vertreiben, d.h. aus allen ukrainischen Gebieten, die international als ukrainisches Territorium anerkannt sind". 

Emmanuel Macron: „Unermüdliche Unterstützung für die Ukraine muss fortgesetzt werden"

Dudas Ansichten habe laut der polnischen Presseagentur PAP auch die französische und die deutsche Führung bestätigt. „Unsere unerschütterliche Unterstützung für die Ukraine muss fortgesetzt werden, ob es sich nun um politische, militärische, wirtschaftliche oder humanitäre Unterstützung handelt, oder um Hilfe beim Wiederaufbau des Landes", erklärte Frankreichs Emmanuel Macron. Der Krieg in der Ukraine sei „bereits eine strategische und geopolitische Niederlage für Russland", fügte er hinzu.

Frankreichs Präsident werde mit Duda und Scholz „den Weg zu einem dauerhaften Frieden gemäß den von der Ukraine festgelegten Bedingungen" sowie „die Sicherheitsgarantien der NATO für die Ukraine" diskutieren. „Wir sind uns einig in unserer Entschlossenheit, dafür zu sorgen, dass der Sieg der Ukraine zu einem gemeinsamen Projekt des Friedens und der Sicherheit für den europäischen Kontinent beiträgt", erklärte Macron.

Olaf Scholz: „Deutschland, Frankreich und Polen stehen fest an der Seite der Ukraine"

„Unsere Position ist klar. Deutschland, Frankreich und Polen stehen fest an der Seite der Ukraine. Wir unterstützen dieses Land bei der Verteidigung gegen die russische Aggression in politischer, humanitärer und finanzieller Hinsicht, aber auch durch Waffenlieferungen", bestätigte auch der deutsche Bundeskanzler. „Wir drei wollen heute in Paris eine sehr wichtige Botschaft aussenden und das Vertrauen und die enge Zusammenarbeit demonstrieren, die Frankreich, Polen und Deutschland in Europa verbindet. Das Weimarer Dreieck ist für unsere drei Länder von großer Bedeutung", fügte Scholz hinzu.

In einer gemeinsamen Erklärung haben Duda, Macron und Scholz bereits im Februar den „unprovozierten und brutalen Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine" verurteilt. Sie betonten „ihre unerschütterliche Solidarität mit der Ukraine und ihre bedingungslose Unterstützung für die Unabhängigkeit, Souveränität und territoriale Integrität der Ukraine innerhalb ihrer international anerkannten Grenzen und ihr angeborenes Recht auf Selbstverteidigung gegen die russische Aggression", berichteten Medien. 

Polen, Frankreich und Deutschland bilden zusammen das sog. Weimarer Dreieck. Das Format wurde Anfang der 1990er Jahre ins Leben gerufen.


PAP, prezydent.pl/ps