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Europarlamentarier Tomasz Poręba tritt als Chef des PiS-Wahlkampfstabs zurück

17.06.2023 09:53
Diese Entscheidung folgte auf vorherige Spannungen und Kritik innerhalb der Partei. So hatte etwa Marcin Mastalerek, ehemaliger PiS-Sprecher und derzeitiger sozialer Berater von Präsident Andrzej Duda, den PiS-Wahlkampfstab dafür kritisiert, dass er "einige wichtige Momente verschlafen" habe.
Tomasz Poręba w Programie 1 Polskiego Radia
Tomasz Poręba w Programie 1 Polskiego RadiaPrzemysław Chmielewski/Polskie Radio

"Nach reiflicher Überlegung und im Interesse der Partei habe ich gestern meinen Rücktritt als Leiter des PiS-Wahlkampfstabs dem Parteivorsitzenden Jarosław Kaczyński überreicht. Obwohl er nicht angenommen wurde, bleibt dies für mich eine endgültige Entscheidung. Heute braucht es jemanden mit neuer Leidenschaft und Energie auf dieser Position, der wie eine Mauer steht", schrieb Tomasz Poręba am Freitagabend auf Twitter.

Über die Zukunft des Wahlkampfstabs wurde in dieser Woche im politischen Komitee der PiS diskutiert. 

Zuvor hatte Marcin Mastalerek, ehemaliger PiS-Sprecher und derzeitiger sozialer Berater von Präsident Andrzej Duda sowie Vizepräsident der Ekstraklasa SA, den PiS-Wahlkampfstab dafür kritisiert, dass er "einige wichtige Momente verschlafen" habe. Mastalerek bemängelte, dass der Wahlkampfstab seit Dezember aktiv sei, jedoch in all den vergangenen Monaten nichts Konkretes entwickelt habe. Insbesondere wies er darauf hin, dass der langjährige politische Gegner Donald Tusk seit zwei Monaten öffentlich verkündet habe, dass er eine politische Bewegung gründen werde, ohne dass der PiS-Wahlkampfstab darauf eine angemessene Antwort gefunden hätte.

Diese Kritik von Mastalerek reihte sich in eine Reihe von Unstimmigkeiten und Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Partei ein. Auch Adam Bielan, ein ehemaliger Spin-Doktor der PiS, äußerte sich zur aktuellen Situation vor den Wahlen. Er erklärte, dass "es einige Tage gab, in denen die Bürgerplattform (PO) tatsächlich die Initiative ergriffen hat". Bielan betonte jedoch auch, dass es unwahrscheinlich sei, dass die PiS mit dem Wahlkampfkonzept von 2015 die Wahlen im Jahr 2023 gewinnen werde.

Tomasz Poręba wurde erstmals im Jahr 2009 zum Europaabgeordneten gewählt. Er leitete den Wahlkampf der PiS bei den Kommunalwahlen 2018 und den Europawahlen 2019. Poręba ist auch Vizepräsident des Polnischen Olympischen Komitees.

IAR/tvn24/adn