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Getreide-Exporte aus der Ukraine: Warschau appelliert an die EU um Unterstützung bei der Modernisierung der Solidaritäts-Korridore

01.09.2023 12:15
Polen beziffert die notwendige Hilfe auf insgesamt 5,5 Milliarden Euro - eine Milliarde Euro, so die Regierung, sei drindend erforderlich, weitere 4,5 Milliarden Euro sollten mittelfristig bereitgestellt werden.
Dobre plony doprowadziły do spadku cen zbóż.
Dobre plony doprowadziły do spadku cen zbóż.Fotokostiz/Shutterstock

Warschau appelliert an die Europäische Kommission, die Modernisierung der sogenannten "Solidaritätskorridore" zu finanzieren. Diese Korridore dienen dem Export von ukrainischem Getreide, nachdem Russland die Schwarzmeerhäfen blockiert hat. Polen beziffert die notwendige Hilfe auf insgesamt 5,5 Milliarden Euro - eine Milliarde Euro, so die Regierung, sei drindend erforderlich, weitere 4,5 Milliarden Euro sollten mittelfristig bereitgestellt werden.

Dringende Investitionen, in Höhe von 500 Millionen Euro, sind insbesondere in den Ausbau einiger Grenzterminals für Lastwagen notwendig. Weitere 500 Millionen Euro werden in naher Zukunft unter anderem für den Bau neuer Terminals und die Modernisierung von Eisenbahngrenzübergängen benötigt. 

Eine zusätzliche Herausforderung besteht darin, die ukrainische Eisenbahn, die über eine breite Gleisspur verfügt, mit dem europäischen Eisenbahnsystem zu synchronisieren. Hierfür betont Polen den Bedarf von weiteren 4,5 Milliarden Euro.

Warschau kritisiert die Europäische Kommission und merkt an, dass trotz früherer Zusagen und Versprechen bisher keine EU-Mittel für die Modernisierung der Solidaritätskorridore zur Verfügung gestellt wurden, durch die die Union Getreide aus der Ukraine transportiert. Es wird hervorgehoben, dass, falls solche Arbeiten stattfinden, sie ausschließlich aus nationalen Budgets finanziert werden.

IAR/adn