Eine Diskussion sei der einzige Weg, um zu sehen, worum es in dem Streit wirklich geht und was die Fakten sind, sagte Tusk am Donnerstag während seines Besuchs im Dorf Błaszki.
Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz gab der Politiker zu, dass sowohl er als auch Kołodziejczak mit dem Eintritt in das Wahlbündnis eine pragmatische Entscheidung getroffen hätten. „Herr Kolodziejczak hat Einfluss auf die Entscheidungen einer Partei, die eine reelle Chance hat, die Wahl zu gewinnen und nach dieser Wahl zu regieren, er hat eine pragmatische Wahl getroffen. Auch ich habe eine pragmatische Wahl getroffen: Ich möchte - so weit wie möglich - seine Projekte, sein Programm umsetzen (…) Die Landwirte können davon nur profitieren“, sagte Tusk.
Wie er betonte, sei er bereit mit seinem Rivalen Kaczyński eine Debatte zu führen. „Kaczyński läuft seit Jahren vor mir weg und will nicht mit mir debattieren. Eine Debatte mit Herrn Kaczyński ist kein Vergnügen für mich, aber sie ist die einzige Möglichkeit für alle Polen, zu sehen, wo der Streit ist, worum es wirklich geht und was die Fakten sind“.
Schon im August wurde Jarosław Kaczyński aufgerufen, an einem TV-Duell teilzunehmen. Auf die Frage, ob Kaczyński Angst vor einem offenen Gespräch mit Tusk habe, antwortete er damals: „Wovor sollte ich Angst haben? Vor einem Herrn, der gelogen, gelogen und nochmals gelogen hat. Das ist wirklich kein Grund, Angst zu haben“.
Der 35-jährige Bauernaktivist Kołodziejczak gründete 2018 die Bauernbewegung AgroUnia. Die Bewegung wurde bald durch Massenproteste gegen die Lebensmittelpolitik der Regierung bekannt. Am 15. Oktober wird in Polen ein neues Parlament gewählt.
PAP/jc