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Getreide-Krise: Ukrainische Bauern unterstützen Polens Importverbot

20.09.2023 09:55
Leonid Kosatschenko, der Vorsitzende des Ukrainischen Landwirtschaftsverbands (UAC) bestätigte, dass die von Polen und anderen Ländern geäußerten Bedenken bezüglich einer möglichen Flut von billigem ukrainischem Getreide „absolut gerechtfertigt“ seien. Es würden bereits Pläne existieren, ukrainisches Getreide über Umschlagzentren in Polen auf den polnischen Markt zu bringen.
Prezydent powiedział, że chociaż Polska zamknęła swój własny rynek dla zboża z Ukrainy, to wciąż możliwy jest tranzyt, który w tym roku jest dwa razy większy niż w poprzednim
Prezydent powiedział, że chociaż Polska zamknęła swój własny rynek dla zboża z Ukrainy, to wciąż możliwy jest tranzyt, który w tym roku jest dwa razy większy niż w poprzednimPAP/Mykola Kalyeniak

Ukrainische Agrarproduzenten drängen ihre Regierung, die Klage gegen Polen, Ungarn und die Slowakei vor der Welthandelsorganisation (WTO) zurückzuziehen. Diese Nationen, so das Argument, hätten ein Importverbot für ukrainisches Getreide erlassen, würden der Ukraine jedoch in ihrem Kampf gegen die russische Invasion zur Seite stehen.

Kiew hatte die Klage am Montag bei der WTO eingereicht, nachdem Polen, Ungarn und die Slowakei das ausgelaufene EU-Embargo für ukrainisches Getreide einseitig verlängert hatten. Leonid Kosatschenko, der Vorsitzende des Ukrainischen Landwirtschaftsverbands (UAC), spricht sich jedoch gegen die Maßnahme aus. „Diese Länder unterstützen uns in einem lebenswichtigen Bereich. Der Krieg steht derzeit im Vordergrund. Sie unterstützen uns im Kampf gegen den Aggressor, daher gibt es keinen Grund, sie zu verklagen“, äußerte er gegenüber Journalisten.

Kosatschenko wies darauf hin, dass Polen und Ungarn nicht die primären Empfänger des ukrainischen Getreides sind, sondern nur als Transitländer dienen – ein weiterhin erlaubter Vorgang. Er bestätigte, dass die von Polen und anderen Ländern geäußerten Bedenken bezüglich einer möglichen Flut von billigem ukrainischem Getreide „absolut gerechtfertigt“ seien. Es würden bereits Pläne existieren, ukrainisches Getreide über Umschlagzentren in Polen auf den polnischen Markt zu bringen.

Daher appelliert Kosatschenko an die ukrainische Regierung, die WTO-Klage gegen die genannten Länder fallen zu lassen.

 

Am vergangenen Freitag hatte die EU-Kommission angekündigt, sie werde das Einfuhrverbot für diverse Agrarprodukte aus der Ukraine in Länder wie Polen, Bulgarien, Ungarn, Rumänien und die Slowakei nicht verlängern. In Reaktion darauf erließen Warschau, Budapest und Bratislava nationale Verbote für den Import von ukrainischem Getreide. Parallel dazu erwägt die Ukraine Vergeltungsmaßnahmen gegen polnische Obst- und Gemüseexporte, wie Taras Katschka, der Handelsbeauftragte aus Kiew, gegenüber Politico bemerkte.

 

money.pl/politico.com/ps/adn