Deutsche Redaktion

Russland warnt Polen zu Weihnachten: „Überdenkt die Konsequenzen“

25.12.2025 23:30
Russland hat Polen zu Weihnachten im Zusammenhang mit der Schließung seines Generalkonsulats in Danzig gewarnt. Wie die Sprecherin des russischen Außenministeriums betonte, sollten diejenigen, die versuchten, das Konsulat zu übernehmen, die Konsequenzen ihres Handelns genau abwägen. Polen hatte die Vertretung als Reaktion auf russische Sabotageakte gegen die nationale Eisenbahninfrastruktur geschlossen. Das Gebäude bleibt jedoch weiterhin unter der Kontrolle russischer Mitarbeiter.
Diejenigen, die versuchen, das Gebude des Generalkonsulats Russlands in Gdańsk zu bernehmen, sollten die Konsequenzen eines solchen Schrittes genau abwgen. Es gibt viele Beispiele dafr, wie Russland in solchen Situationen reagier, sagte die Sprecherin des russischen Auenministeriums, Maria Sacharowa.
„Diejenigen, die versuchen, das Gebäude des Generalkonsulats Russlands in Gdańsk zu übernehmen, sollten die Konsequenzen eines solchen Schrittes genau abwägen. Es gibt viele Beispiele dafür, wie Russland in solchen Situationen reagier", sagte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa.Shutterstock/Nikolay Androsov

Noch bis Dienstag Mitternacht war das russische Konsulat in Danzig tätig. Das Gebäude wurde nicht an die polnische Seite übergeben. „Am Dienstag wurden Versuche unternommen, das Gebäude zu übernehmen, aber niemand hat den Beamten die Tür geöffnet“, informierte die Leiterin der Pressestelle der Stadt Gdańsk, Izabela Kozicka-Prus. „Es ist jedoch sichtbar, dass jemand weiterhin auf dem Gelände des Gebäudes geblieben ist“, fügte sie hinzu.

Maßnahmen abgestimmt mit Außenministerium
Wie die Beamtin betonte, werden alle Maßnahmen in Abstimmung mit dem Außenministerium getroffen. Das Gebäude werde seit dem 23. Dezember nicht mehr ständig von der Polizei überwacht. Dies stehe im Zusammenhang mit der Entscheidung des polnischen Außenministers Radosław Sikorski vom 19. November die Genehmigung für den Betrieb des russischen Konsulats in Danzig zu widerrufen. Der Grund waren russische Sabotageakte gegen die Eisenbahninfrastruktur in Polen. Das Konsulat sollte am 23. Dezember bis Mitternacht geschlossen werden. Seine Mitarbeiter sollten das Gebiet Polens verlassen. Als Reaktion auf diese Maßnahmen hat Russland den polnischen Botschafter Krzysztof Krajewski einbestellt und die Schließung des Polnischen Generalkonsulats in Irkutsk am 30. Dezember angekündigt.

Russisches Außenministerium droht Polen: „Ihr solltet die Konsequenzen genau abwägen“

Während einer Pressekonferenz zu Weihnachten äußerte sich Maria Sacharowa zu der Angelegenheit. „Diejenigen, die versuchen, das Gebäude des Generalkonsulats Russlands in Gdańsk zu übernehmen, sollten die Konsequenzen eines solchen Schrittes genau abwägen. Es gibt viele Beispiele dafür, wie Russland in solchen Situationen reagiert. Und auch, wie schmerzhaft diese Reaktionen für diejenigen sind, die Ungerechtigkeiten gegenüber unserem Land begehen“, sagte die Sprecherin des russischen Außenministeriums.

IAR/ps

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