Deutsche Redaktion

Wegen Personalknappheit: Großbritannien kürzt geplanten Ukraine-Einsatz deutlich

08.01.2026 11:01
Hintergrund sind die begrenzten Personalressourcen der britischen Armee, die derzeit etwa 71.000 Soldaten zählt. Eine frühere Überlegung, sich an einer multinationalen Mission von bis zu 64.000 Soldaten zu beteiligen, wurde daher verworfen.
Брытанскія салдаты на вучэнняхкрыніца: British Army

Großbritannien und Frankreich planen eine gemeinsame Friedensmission in der Ukraine, allerdings in kleinerem Umfang als zunächst vorgesehen. Die Mission soll maximal 15.000 Soldaten umfassen. Der britische Anteil wird unter 7.500 liegen. Hintergrund sind die begrenzten Personalressourcen der britischen Armee, die derzeit etwa 71.000 Soldaten zählt. Eine frühere Überlegung, sich an einer multinationalen Mission von bis zu 64.000 Soldaten zu beteiligen, wurde daher verworfen.

Die britischen und französischen Kräfte sollen in der westlichen, vergleichsweise sicheren Region der Ukraine stationiert werden. Ihr Auftrag wäre die Ausbildung ukrainischer Soldaten sowie die Überwachung von Waffen- und Materiallagern.

Im Hintergrund prüfen auch Deutschland und die USA eigene Beiträge: Berlin erwägt eine Stationierung deutscher Kräfte in Grenzstaaten wie Polen oder Rumänien, während die Vereinigten Staaten ein mögliches Waffenstillstandsregime mithilfe moderner Technologien überwachen könnten.

IAR/adn

Vor Ukraine-Treffen: Tusk warnt Washington vor Spaltung der Allianz

06.01.2026 12:11
Jeder Versuch, die Einheit des Bündnisses zu schwächen, werde in Europa auf Ablehnung stoßen, sagte der Premier: „Ich möchte, dass in Washington für alle klar ist: Die Essenz der NATO darf nicht infrage gestellt werden.“

Donald Tusk nach Gipfel der „Koalition der Willigen“: Polen soll Schlüsselrolle übernehmen

06.01.2026 22:00
Polen werde bei der logistischen und organisatorischen Absicherung jener Staaten, die die Ukraine unterstützen, eine führende Rolle spielen. Das kündigte Ministerpräsident Donald Tusk nach dem Treffen der „Koalition der Willigen“ an. Die Verbündeten würden „in keiner der Varianten“ mit einer Präsenz polnischer Truppen in der Ukraine rechnen. In den kommenden Tagen wolle Tusk zudem mit Präsident Karol Nawrocki über die Rolle Polens bei der Beendigung des Krieges in der Ukraine sprechen.

Pariser Erklärung: Einigung über Stationierung internationaler Streitkräfte in der Ukraine

07.01.2026 08:30
Die Länder der „Koalition der Willigen“ haben nach dem Gipfel in Paris die Sicherheitsgarantien präzisiert, die nach einem möglichen Waffenstillstand in der Ukraine in Kraft treten sollen. In der nach dem Treffen verabschiedeten Erklärung ist unter anderem von einem Mechanismus zur Überwachung des Waffenstillstands unter der Ägide der Vereinigten Staaten die Rede. Dem ukrainischen Präsidenten zufolge seien die Ergebnisse des Gipfels „ein großer Schritt nach vorn“.