Deutsche Redaktion

EU zu Gesprächen bereit, aber entschlossen zur Verteidigung ihrer Interessen

21.01.2026 11:57
Die Europäische Union will im Streit um Grönland den Dialog mit den USA suchen, ist zugleich aber bereit, ihre eigenen Interessen zu verteidigen. Das erklärte der Präsident des Europäischen Rates, Antonio Costa, am Dienstag in einer Debatte im Europäischen Parlament in Straßburg.
Szef Rady Europejskiej Antonio Costa
Szef Rady Europejskiej Antonio Costa/Iakovos Hatzistavrou/Associated Press/East News

Sollte US-Präsident Donald Trump zusätzliche Zölle gegen Länder verhängen, die Grönland unterstützen, würde dies die transatlantischen Beziehungen belasten, warnte Costa. In diesem Fall wäre die EU gezwungen zu reagieren.

„Wir sind bereit, unsere Staaten, unsere Bürgerinnen und Bürger sowie unsere Unternehmen gegen jede Form von Zwang zu verteidigen. Die Europäische Union verfügt über die entsprechenden Instrumente“, sagte Costa. Man könne nicht akzeptieren, „dass das Recht des Stärkeren über das Recht der Schwächeren siegt“. Internationale Regeln seien „keine Option, sondern eine Verpflichtung“. Ein Bündnis dürfe sich zudem „nicht auf eine Abfolge von Transaktionen reduzieren“, betonte er.

Die EU werde keinen Bruch des Völkerrechts hinnehmen – „weder in der Ukraine noch in Grönland, in Lateinamerika, in Afrika oder im Gazastreifen“, sagte der Präsident des Europäischen Rates.

Über die konkrete Reaktion der Europäischen Union wollen die Staats- und Regierungschefs am Mittwoch bei einem Gipfeltreffen in Brüssel beraten.


IAR/jc

Premier Tusk ruft Europa zu mehr Entschlossenheit auf

21.01.2026 11:14
Polens Ministerpräsident Donald Tusk hat Europa zu mehr Entschlossenheit aufgerufen und vor politischen Zugeständnissen gewarnt. „Europa kann sich keine Schwäche leisten – weder gegenüber Feinden noch gegenüber Verbündeten“, erklärte Tusk am Dienstag. Zugeständnisse brächten „keine Ergebnisse, sondern lediglich Demütigung“.

Polen sieht keine Notwendigkeit für Truppenpräsenz in Grönland

21.01.2026 11:42
Die polnische Regierung sieht derzeit keine Notwendigkeit für eine militärische Präsenz Polens in Grönland. „Die Regierung hat eine einheitliche Position: Heute ist unsere militärische Präsenz in Grönland nicht erforderlich“, sagte Vizepremier und Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz am Mittwoch.

Präsident Nawrocki: Grönland-Frage muss diplomatisch gelöst werden

21.01.2026 11:49
Polens Präsident Karol Nawrocki hat sich dafür ausgesprochen, den Streit um Grönland auf diplomatischem Weg zu lösen. „Dieses Problem muss über diplomatische Kanäle gelöst werden“, sagte Nawrocki am Dienstag am Rande des World Economic Forum in Davos, wo er an einer Debatte zur europäischen Sicherheit teilnahm.