Deutsche Redaktion

Ukraine-Krieg: US-Gesandter Witkoff reist zu Gesprächen nach Moskau

22.01.2026 10:38
Am Rande des Weltwirtschaftsforum in Davos erklärte Witkoff, man habe „große Fortschritte“ erzielt; die Verhandlungen beschränkten sich inzwischen auf eine letzte offene Frage.
Witkoff: w czwartek spotkam się z Putinem w Moskwie
Witkoff: w czwartek spotkam się z Putinem w MoskwieFoto: Lafargue Raphael/ABACA/Abaca/East News

Der US-Sondergesandte Steve Witkoff will noch am Nachmittag nach Moskau reisen, um Gespräche über ein Ende des Krieges in der Ukraine zu führen. Am Rande des Weltwirtschaftsforum in Davos erklärte Witkoff, man habe „große Fortschritte“ erzielt; die Verhandlungen beschränkten sich inzwischen auf eine letzte offene Frage.

Voraussetzung für eine Lösung sei der Wille beider Seiten, betonte der US-Gesandte. Zugleich stellte er wirtschaftliche Perspektiven in Aussicht und sprach von einer möglichen Freihandelszone in der Ukraine als einem potenziellen „Durchbruch“ für die Wirtschaft des Landes.

In Davos war es zuvor zu einem informellen Treffen zwischen Vertretern Russlands und der USA gekommen, an dem Kirill Dmitrijew, der als Emissär des Kremls gilt, sowie Steve Witkoff und Jared Kushner, der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, beteiligt gewesen waren. Die Gespräche über mögliche Ansätze für ein Friedensabkommen haben rund zwei Stunden gedauert und fanden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Witkoff hatte danach von einem "sehr positiven Treffen" gesprochen, Dmitriev von einem konstruktiven Dialog gesprochen. Immer mehr Menschen würden "die Fairness der russischen Position" verstehen, so der Kreml-Unterhändler.

Für heute um 13.00 Uhr ist zudem auch ein Treffen zwischen US-Präsident Trump und Ukraines Staatsoberhaupt Selenskyj angesetzt.

IAR/adn

„Chaos der Gespräche über Frieden in der Ukraine"

11.12.2025 13:30
Präsident Trump drängt auf Präsidentschaftswahlen in der Ukraine, der Kreml freut sich, Selenskyj fordert den Schutz der Wähler. Amerikanische Demokraten hingegen schlagen vor, die amerikanischen Unterhändler auszutauschen und mit dem Friedensverhandlungen von vorn zu beginnen. Klar sei, dass es den Amerikanern nicht um „unser Wohl“, sondern um „unsere Güter“ gehe. Und: Die Ukraine könnte fallen wie Georgien oder zu einem Weißrussland werden. Mehr dazu in der Presseschau.

Trump drängt Ukraine zu Entscheidung über Friedensplan

19.12.2025 06:46
US-Präsident Donald Trump erhöht den Druck auf die Ukraine. Ein Friedensabkommen sei zwar in Reichweite, doch fehle bislang die Zustimmung aus Kiew, sagte Trump. Er hoffe auf eine schnelle Entscheidung der ukrainischen Führung und warnte, Russland könne andernfalls „seine Meinung ändern“.

Pariser Erklärung: Einigung über Stationierung internationaler Streitkräfte in der Ukraine

07.01.2026 08:30
Die Länder der „Koalition der Willigen“ haben nach dem Gipfel in Paris die Sicherheitsgarantien präzisiert, die nach einem möglichen Waffenstillstand in der Ukraine in Kraft treten sollen. In der nach dem Treffen verabschiedeten Erklärung ist unter anderem von einem Mechanismus zur Überwachung des Waffenstillstands unter der Ägide der Vereinigten Staaten die Rede. Dem ukrainischen Präsidenten zufolge seien die Ergebnisse des Gipfels „ein großer Schritt nach vorn“.

Tusk reagiert zurückhaltend auf Einladung Polens in Trumps „Friedensrat“

20.01.2026 08:00
Jede Entscheidung über den Beitritt Polens zu einer internationalen Organisation erfordere die Zustimmung der Regierung und die Ratifizierung durch das Parlament, sagte Polens Ministerpräsident Donald Tusk am Montag. Damit signalisierte er Zurückhaltung, nachdem Präsident Karol Nawrocki von US-Präsident Donald Trump zur Teilnahme an einem vorgeschlagenen neuen „Rat des Friedens“ eingeladen worden war.

Selenskyj in Davos: Treffen mit Trump geplant

22.01.2026 10:19
Nach Angaben seines Sprechers ist das Gespräch für 13.00 Uhr geplant.