Deutsche Redaktion

Staatspräsident Nawrocki zu Trumps Friedensrat: "Erfordert auch die Billigung durch Parlament und Regierung"

22.01.2026 11:14
 Nawrocki wertete die Einladung an Polen als Zeichen, dass die USA das Land politisch ernst nehmen.
Der polnische Prsident Karol Nawrocki nimmt an einer Podiumsdiskussion whrend der 56. Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos, Schweiz, am 21. Januar 2026 teil. Die Tagung unter dem Motto A Spirit of Dialogue (Ein Geist des Dialogs) bringt Unternehmer, Wissenschaftler sowie Fhrungskrfte aus Wirtschaft und Politik in Davos zusamm
Der polnische Präsident Karol Nawrocki nimmt an einer Podiumsdiskussion während der 56. Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos, Schweiz, am 21. Januar 2026 teil. Die Tagung unter dem Motto „A Spirit of Dialogue” (Ein Geist des Dialogs) bringt Unternehmer, Wissenschaftler sowie Führungskräfte aus Wirtschaft und Politik in Davos zusamm EPA/GIAN EHRENZELLER

Staatspräsident Karol Nawrocki hat betont, dass eine mögliche polnische Beteiligung an dem von US-Präsident Donald Trump vorgeschlagenen „Friedensrat“ zunächst die verfassungsrechtlichen Verfahren in Polen durchlaufen müsse. In einem Interview für den nationalkonservativen TV-Sender TV Republika sagte Nawrocki, internationale Vereinbarungen benötigten nicht nur die Zustimmung des Präsidenten, sondern auch Schritte von Regierung und Parlament.

Nach seinen Angaben war die Initiative Thema eines Treffens mit Trump am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos. Nawrocki wertete die Einladung an Polen als Zeichen, dass die USA das Land politisch ernst nehmen. Premierminister Tusk hatte sich in einer ersten Reaktion auf die Initiative von einem möglichen Beitritt Polens distanziert

Medienberichten zufolge soll der Friedensrat als globales Gremium für Frieden und Sicherheit angelegt sein, formal mit Bezug zur Lage im Gazastreifen, aber mit weiter gefasstem Auftrag. Gleichzeitig gibt es Kritik an möglichen Kompetenzen von Trump als Vorsitzendem. Für weitere Zweifel sorgen die finanziellen Bedingungen - in Berichten ist von bis zu einer Milliarde US-Dollar für eine dauerhafte Mitgliedschaft die Rede - und die Liste der eingeladenen Politiker. Am Rande von Davos hatte Trump informiert, Russlands Präsident Wladimir Putin habe seine Einladung zum Rat angenommen.

IAR/adn

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