Der Vorfall hat sich am frühen Montagmorgen auf der Strecke Celje–Velenje ereignet. Der Zug ist über auf dem Gleis abgelegte Baumäste, Gartenmöbel und ein Fahrrad gefahren und anschließend im Bahnhof Žalec zum Stehen gekommen. Der Bereich wurde von der Polizei gesichert. Der elektrische Triebzug wurde aus dem Betrieb genommen, auf der Strecke verkehren Ersatzbusse. Niemand wurde verletzt.
Verdacht auf Sabotage
In einer Mitteilung für Medien zeigte sich der Direktor für den Personenverkehr der Slowenischen Eisenbahnen, Miha Butara, überzeugt, dass es sich um einen Sabotageakt handle.
„Das ist keine einfache Nachlässigkeit, sondern ein gezielter Versuch, anderen Menschen Schaden zuzufügen“, sagte Butara. Er äußerte die Hoffnung, dass die Polizei die Täter fasst – auch im Fall vom 19. August, als ein Personenzug in Novo Mesto gegen absichtlich auf die Schienen gelegte Schwellen geprallt war. „Wir sind empört über ein solches Verhalten, das eine gezielte Handlung darstellt, um Sachschäden zu verursachen und die Sicherheit unserer Mitarbeiter und Fahrgäste zu gefährden“, erklärte der Beamte.
Serie gezielter Beschädigungen
Es ist bereits der nächste Fall in den vergangenen Wochen, in dem unbekannte Täter die Bahninfrastruktur beschädigen oder Gegenstände auf die Gleise legen. Mitte Oktober war auf dem Bahnhof Vintgar ein Personenzug wegen einer absichtlich beschädigten Weiche entgleist. Zuvor hatten Mitarbeiter auf dem Bahnhof Bled Jezero eine Entgleisung verhindert, nachdem dort eine Weiche manipuliert worden war. In der Nähe von Rakovnik hatten Unbekannte einen Felsblock auf die Schienen gelegt. Der potenziell gefährlichste Vorfall ereignete sich am 29. September, als ebenfalls auf dem Bahnhof Bled Jezero eine gezielte Beschädigung eines Signals entdeckt wurde. Nur das rasche Eingreifen der Mitarbeiter hat eine Kollision zweier Personenzüge verhindert.
Infolge dieser Vorfälle haben sowohl die Bahnbehörden als auch die Dienste die Bevölkerung dazu aufgerufen, verdächtige Aktivitäten in der Nähe von Bahnstrecken umgehend der Polizei zu melden.
PAP/RMF24/ps