Deutsche Redaktion

Studie: EU-Bürger blicken besorgt in die Zukunft – Polen besonders optimistisch

05.02.2026 09:22
Angesichts globaler Krisen sorgen sich die Bürgerinnen und Bürger der Europäischen Union zunehmend um die Zukunft. Besonders groß sind die Ängste vor Konflikten in der Nachbarschaft, Terrorismus, Naturkatastrophen infolge des Klimawandels, Cyberangriffen sowie unkontrollierter Migration. Das geht aus einer aktuellen Eurobarometer-Umfrage des Europäischen Parlaments hervor.
67  der Befragten Polinnen und Polen blicken positiv in die Zukunft
67 % der Befragten Polinnen und Polen blicken positiv in die ZukunftShutterstock/Xavier Lorenzo

Zugleich sprechen sich die Europäer mehrheitlich für ein gemeinsames Vorgehen der EU aus. Eine klare Mehrheit fordert ein geschlossenes Handeln der Mitgliedstaaten, eine stärkere internationale Rolle der Union sowie höhere gemeinsame Mittel zur Abwehr von Bedrohungen. Als wichtigste Prioritäten nennen die Befragten Verteidigung und Sicherheit, wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit sowie Energieunabhängigkeit.

Im EU-Vergleich zeigen sich die Polen besonders optimistisch. Trotz hoher Sorgen in Sicherheitsfragen blicken 67 Prozent der Befragten in Polen positiv in die Zukunft. EU-weit liegen diese Werte deutlich niedriger.

Auch im Alltag bleiben wirtschaftliche Sorgen präsent. Hohe Preise und Inflation gelten weiterhin als drängendste Probleme, mit denen sich das Europäische Parlament befassen sollte. Trotz geopolitischer Spannungen bewertet eine Mehrheit der Europäer die EU-Mitgliedschaft weiterhin als vorteilhaft, insbesondere unter jungen Menschen.

Die Umfrage wurde zwischen dem 6. und 30. November 2025 in allen 27 EU-Mitgliedstaaten durchgeführt und umfasst mehr als 26.000 Interviews.

PAP/jc

 

Wirtschaft blüht, Diplomatie hinkt

23.01.2026 19:05
Polen entwickelt sich seit Jahren in außergewöhnlichem Tempo und tritt zunehmend selbstbewusst auf. International übt das Land jedoch weniger Einfluss aus, als es seiner wirtschaftlichen und militärischen Bedeutung in Europa entsprechen würde.

Polen überholt EU-Zentralbank in Goldreserven

27.01.2026 06:00
Die polnische Zentralbank verfügt inzwischen über größere Goldreserven als die Europäische Zentralbank (EZB). Vor dem Hintergrund wachsender geopolitischer Spannungen und veränderter globaler Finanztrends will die NBP ihre Goldkäufe fortsetzen.

Polen auf dem Weg zu einem der wichtigsten Handelspartner Deutschlands

29.01.2026 07:06
Polen rückt wirtschaftlich und handelspolitisch immer stärker in den Fokus Deutschlands. Nach Einschätzung der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) könnte das Land bereits in diesem Jahr Frankreich überholen und zum viertgrößten Handelspartner Deutschlands aufsteigen. „Es ist schwer, eine Verschiebung der Kräfteverhältnisse zugunsten Polens zu übersehen“, schreibt die Zeitung in einer Analyse.