Deutsche Redaktion

Polen führt Gespräche über nukleares Abschreckungsprogramm

02.03.2026 21:18
Polen verhandelt mit Frankreich und einer Gruppe enger europäischer Verbündeter über eine Beteiligung an der fortgeschrittenen nuklearen Abschreckung. Das teilte Ministerpräsident Donald Tusk am Montag auf der Plattform X mit.
Donald Tusk
Donald TuskMarysia Zawada/REPORTER/EAST NEWS

„Wir rüsten uns mit unseren Freunden, damit unsere Feinde es nicht wagen, uns anzugreifen“, schrieb Tusk. Weitere Details zu möglichen Vereinbarungen nannte er zunächst nicht.

Zuvor hatte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron angekündigt, die Zahl der französischen Atomsprengköpfe zu erhöhen. Angaben zur genauen Größe des Arsenals werde Paris jedoch nicht machen, betonte Macron.

Der französische Staatschef erklärte zudem, dass acht europäische Länder, darunter Polen, Interesse an der erweiterten nuklearen Abschreckung Frankreichs bekundet hätten. Zugleich stellte er klar, dass die Entscheidung über einen möglichen Einsatz französischer Atomwaffen ausschließlich beim Präsidenten der Republik liege. „Es wird keine gemeinsame Entscheidungsbefugnis geben“, sagte Macron.

Nach Einschätzung des früheren Kommandeurs der polnischen Spezialeinheit GROM, General Roman Polko, beginne Europa zunehmend, Verantwortung für die eigene Sicherheit zu übernehmen. Angesichts wachsender internationaler Spannungen verlasse sich der Kontinent weniger stark auf die Vereinigten Staaten.


PAP/IAR/jc

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