Deutsche Redaktion

Kiew hofft auf Fortschritte bei Wiederaufbau ukrainischer Gedenkstätten in Polen

04.03.2026 10:52
Der Leiter des Ukrainischen Instituts für Nationales Gedenken (UIPN), Olexandr Alfjorow, hofft auf Fortschritte bei der Wiederherstellung ukrainischer Grab- und Gedenkstätten in Polen. „Ich bin sicher, dass dieses Jahr andere Ergebnisse bringen wird“, sagte Alfjorow in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview mit der Nachrichtenagentur Interfax-Ukraine.
Der Leiter des Ukrainischen Instituts fr Nationales Gedenken, erwartet in diesem Jahr Bewegung bei der Wiederherstellung ukrainischer Grab- und Erinnerungsorte in Polen. Mehrere dieser Sttten wurden in den vergangenen Jahren zerstrt.
Der Leiter des Ukrainischen Instituts für Nationales Gedenken, erwartet in diesem Jahr Bewegung bei der Wiederherstellung ukrainischer Grab- und Erinnerungsorte in Polen. Mehrere dieser Stätten wurden in den vergangenen Jahren zerstört.youtube

In den vergangenen Jahren seien mehrere ukrainische Erinnerungsorte in Polen zerstört worden. Bisher habe es in der Frage ihrer Wiederherstellung jedoch kaum Veränderungen gegeben, räumte der UIPN-Chef ein.

Als eines der Probleme bezeichnete Alfjorow die Haltung eines Teils der polnischen Gesellschaft gegenüber diesen Stätten. „Leider hat sich bei unseren polnischen Freunden der Akzent bei der Suche nach einem historischen Feind verschoben“, sagte er. Polen habe historisch stark unter Russland gelitten, doch derzeit werde der Fokus seiner Ansicht nach teilweise in Richtung Ukraine verlagert.


Alfjorow kündigte an, sich für die Fortsetzung von Such- und Exhumierungsarbeiten einzusetzen und erwarte ein entsprechendes Engagement auch von polnischer Seite. Zugleich begrüßte er die Gespräche zwischen den Präsidenten beider Länder über den respektvollen Umgang mit den Opfern der Vergangenheit.

Nach Einschätzung Alfjorows hängen antiukrainische Stimmungen in Polen vor allem mit historischen Fragen zusammen. Als Beispiel nannte er Debatten über die Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN), die Ukrainische Aufstandsarmee (UPA) und ihren Anführer Stepan Bandera.

„Wir sollten mit Polen eine Grundlage der Verständigung finden, damit nicht nur unsere Gesellschaften, sondern auch die zivilen Opfer der Jahre 1939 bis 1947 ihren Frieden finden können“, sagte Alfjorow.

Polen und die Ukraine sind sich seit Jahren uneinig über die historische Bewertung der OUN und der UPA. Polnische Historiker und Politiker sprechen von einem Völkermord, nachdem Einheiten der UPA zwischen 1943 und 1945 rund 100.000 polnische Zivilisten ermordeten. In der Ukraine wird dies häufig als Teil eines bewaffneten Konflikts zwischen beiden Nationen interpretiert, für den beide Seiten Verantwortung getragen hätten.


PAP/jc

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