Deutsche Redaktion

Tag der Gerechten: Europa erinnert an Widerstand gegen totalitäre Regime

06.03.2026 10:57
Das Datum verweist auf den Todestag von Mosche Bejski, Mitbegründer des Begriffs „Gerechte unter den Völkern“ und Initiator des Gartens der Gerechten in Jerusalem. Seit 2014 befindet sich ein Garten der Gerechten auch im Warschauer Stadtteil Muranów.
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Bild:Tomasz Adamowicz/Gazeta Polska/Forum

Europa begeht am 6. März den Europäischen Tag der Gerechten. Der 2012 vom Europäischen Parlament eingeführte Gedenktag erinnert an Menschen, die im 20. Jahrhundert unter Lebensgefahr gegen totalitäre Regime wie Nationalsozialismus und Kommunismus Widerstand leisteten. Zugleich würdigt er die Opfer von Völkermorden und anderen Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Das Datum verweist auf den Todestag von Mosche Bejski, Mitbegründer des Begriffs „Gerechte unter den Völkern“ und Initiator des Gartens der Gerechten in Jerusalem. Der Ausdruck „europäische Gerechte“ geht auf Gabriele Nissim zurück, Präsident der italienischen Stiftung Komitee des Weltweiten Walds der Gerechten. Er regte die Gründung von Gärten der Gerechten an Orten an, an denen sich Menschen Verbrechen gegen die Bevölkerung widersetzten. Solche Gärten bestehen heute unter anderem in Italien, Armenien und Ruanda.

Seit 2014 befindet sich ein Garten der Gerechten auch im Warschauer Stadtteil Muranów. Dort werden jährlich drei Persönlichkeiten geehrt, für die symbolische Bäume gepflanzt werden. Zu den bisher Geehrten zählen unter anderem Witold Pilecki, Jan Karski, Marek Edelman, Rafał Lemkin, Tadeusz Mazowiecki und Władysław Bartoszewski.

IAR/adn


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