Deutsche Redaktion

US-Botschafter kritisiert Besuch Brauns in iranischer Botschaft

09.03.2026 12:28
Der US-Botschafter in Polen, Tom Rose, hat den Besuch des rechtsextremen Politikers Grzegorz Braun in der iranischen Botschaft in Warschau scharf kritisiert. Auf der Plattform X bezeichnete er den Besuch als „widerlich“.
US-Botschafter in Warschau Tom Rose
US-Botschafter in Warschau Tom RoseFoto: ANDRZEJ IWANCZUK/REPORTER

Braun hatte am Freitag ein Kondolenzbuch in der Botschaft des Iran unterzeichnet. Anlass war der Tod des iranischen Obersten Führers Ali Chamenei, der bei einem US-israelischen Angriff getötet worden war. Braun sprach von einem „schändlichen und feigen Mord“ und erklärte seine Solidarität mit der Islamischen Republik.

Rose schrieb daraufhin, die Vereinigten Staaten und ihr Präsident würden „nicht vergessen, wer unsere Freunde sind – und vor allem, wer es nicht ist“.

Auch innerhalb der polnischen Rechten stieß Brauns Verhalten auf Kritik. Przemysław Czarnek von der Partei Prawo i Sprawiedliwość erklärte, es gebe „keine Möglichkeit“, dass Braun Teil einer von ihm geführten Regierung werde. Braun sei für Regierungsämter ungeeignet.

Braun sorgt seit Jahren mit umstrittenen Aktionen für Kritik. 2023 löschte er im polnischen Parlament mit einem Feuerlöscher Chanukka-Kerzen. Zudem bestritt er die Existenz von Gaskammern im ehemaligen deutschen NS-Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau.

PAP/jc

 

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