Deutsche Redaktion

Nach Gespräch mit Putin: Trump stellt Lockerung von Russland-Ölsanktionen in Aussicht

10.03.2026 12:06
Trump kündigte an, ölbezogene Sanktionen gegen einige Länder vorübergehend auszusetzen. Auf Nachfrage bestätigte Trump, dass dies auch Russland betreffe. „Vielleicht müssen wir sie nicht wieder in Kraft setzen, weil Frieden in der Welt herrschen wird“, erklärte er. In Bezug auf den Krieg gegen den Iran sagte Trump, der Krieg sei fast beendet.
US-Prsident Donald Trump geht nach der Landung von Marine One in Washington, DC, USA, am 9. Mrz 2026 ber den South Lawn in Richtung Weies Haus. Der Prsident kehrt nach einem Wochenende in seinem Privatclub Mar-a-Lago in Palm Beach, Florida, ins Weie Haus zurck. EPASamuel Corum  POOL Lieferant: PAPEPA.
US-Präsident Donald Trump geht nach der Landung von Marine One in Washington, DC, USA, am 9. März 2026 über den South Lawn in Richtung Weißes Haus. Der Präsident kehrt nach einem Wochenende in seinem Privatclub Mar-a-Lago in Palm Beach, Florida, ins Weiße Haus zurück. EPA/Samuel Corum / POOL Lieferant: PAP/EPA.EPA/Samuel Corum / POOL

US-Präsident Donald Trump hat nach einem Telefonat mit Russlands Präsident Wladimir Putin eine Lockerung der Sanktionen gegen russisches Öl in Aussicht gestellt. Er begründete dies mit hohen Energiepreisen und verknüpfte den möglichen Schritt mit seiner Hoffnung auf ein baldiges Ende des Krieges mit Iran.

Trump sprach nach dem rund einstündigen Gespräch von einer „sehr guten“ Unterhaltung. Putin wolle im Konflikt mit dem Iran helfen und „eine konstruktive Rolle spielen“, sagte der US-Präsident. Zugleich kündigte er an, ölbezogene Sanktionen gegen einige Länder vorübergehend auszusetzen. Auf Nachfrage bestätigte Trump, dass dies auch Russland betreffe. „Vielleicht müssen wir sie nicht wieder in Kraft setzen, weil Frieden in der Welt herrschen wird“, erklärte er. Offen blieb, wie weit die angekündigten Erleichterungen bei den Sanktionen gegen russisches Öl tatsächlich reichen sollen. 

"Krieg fast beendet"

Parallel dazu verschärfte Trump seinen Ton gegenüber dem Iran deutlich. In einem Telefoninterview mit CBS News sagte er, der Krieg sei „fast beendet“, der Iran habe „bereits alles abgefeuert, was er hatte“. Das Land verfüge weder über eine Marine noch über Kommunikation oder Luftwaffe mehr. Sollte Teheran erneut angreifen oder „etwas Cleveres versuchen“, werde das „das Ende des Landes“ bedeuten.

Bei einem Auftritt in Florida bezeichnete Trump den Krieg als „kurze Expedition“ und als Erfolg der USA. Man habe „einen kleinen Feldzug unternommen“, um „das Böse zu beseitigen“, sagte er. Gleichzeitig machte Trump klar, dass die Operation aus seiner Sicht noch nicht beendet ist. „In vieler Hinsicht haben wir schon gewonnen, aber nicht genug“, erklärte er. Die USA gingen nun „entschlossener voran als je zuvor“, um einen endgültigen Sieg zu erreichen. Auf eine Frage zum neuen iranischen Machthaber Modschtaba Chamenei antwortete er: „Ich habe keine Botschaft für ihn. Keine.“ Zur Straße von Hormus sagte Trump, Schiffe passierten die Meerenge bereits wieder. Zugleich erklärte er, er denke darüber nach, sie „zu übernehmen“.

IAR/adn

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