Deutsche Redaktion

Von der Leyen lehnt Rückkehr zu russischen Energieimporten ab

11.03.2026 11:38
Die EU-Kommission hat Vorschläge zurückgewiesen, wegen steigender Energiepreise wieder Öl und Gas aus Russland zu kaufen. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sagte im Europäischen Parlament in Straßburg, eine solche Entscheidung wäre „ein strategischer Fehler“.
Ursula von der Leyen
Ursula von der LeyenREUTERS

„Das würde uns abhängiger, verwundbarer und schwächer machen“, erklärte sie. Einige Stimmen hatten angesichts des Kriegs im Nahen Osten und der steigenden Energiepreise gefordert, die Importe aus Russland wieder aufzunehmen.

Von der Leyen verwies darauf, dass die Energiepreise seit Beginn der Kämpfe im Nahen Osten deutlich gestiegen seien. Die Gaspreise hätten um rund 50 Prozent zugelegt, die Ölpreise um etwa 27 Prozent.


Allein in den ersten zehn Tagen des Kriegs hätten europäische Steuerzahler dadurch rund drei Milliarden Euro zusätzlich für den Import fossiler Energieträger bezahlt. „Das ist der Preis unserer Abhängigkeit“, sagte die Kommissionspräsidentin. Europa verfüge dagegen über eigene Energiequellen wie erneuerbare Energien und Kernkraft, deren Preise stabil geblieben seien.

In der EU-Kommission zeichnet sich zudem ein Kurswechsel bei der Kernenergie ab. Brüssel signalisiert inzwischen Unterstützung für staatliche Förderungen beim Bau neuer Atomkraftwerke. Von der Leyen räumte zudem ein, dass der Ausstieg aus der Kernenergie und die Schließung von Atomkraftwerken in der Vergangenheit ein Fehler gewesen seien.


IAR/jc

Ursula von der Leyen: Europa wird an der Seite Kiews stehen

09.03.2026 12:12
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat der Ukraine eine weitere Unterstützung zugesichert – unabhängig von anderen Krisen in der Welt. Europa werde an der Seite Kiews stehen, erklärte sie am Montag bei der jährlichen Konferenz der EU-Botschafter.

Polens Premier: Regierung hat keinen Einfluss auf weltweite Spritpreise

10.03.2026 06:35
Die Regierung hat keinen Einfluss auf die Entwicklung der Preise auf dem Weltmarkt, sagte Polens Ministerpräsident. „Wir haben keinen Einfluss auf die Kraftstoffpreise in der Welt“, betonte Donald Tusk auf einer Pressekonferenz mit dem niederländischen Regierungschef.