Deutsche Redaktion

Messe ohne Gläubige: Patriarch von Jerusalem spricht über Krieg in leerer Kirche

02.04.2026 16:20
Am Gründonnerstag hat der lateinische Patriarch von Jerusalem, Kardinal Pierbattista Pizzaballa, eine Messe in der Grabeskirche gehalten. Die Feier fand ohne Gläubige hinter verschlossenen Türen statt. Dies war ein beispielloses Ereignis in der Geschichte dieses heiligen Ortes.
Am 2. April 2026 zelebrierte Seine Seligkeit, Kardinal Pierbattista Pizzaballa, in der Grabeskirche in Jerusalem die Messe vom Letzten Abendmahl (Grndonnerstag), die das alte Ritual der Fuwaschung (Mandatum) beinhaltete. Die Zeremonie umfasste auerdem eine feierliche Prozession mit dem Allerheiligsten um das Grab.
Am 2. April 2026 zelebrierte Seine Seligkeit, Kardinal Pierbattista Pizzaballa, in der Grabeskirche in Jerusalem die Messe vom Letzten Abendmahl (Gründonnerstag), die das alte Ritual der Fußwaschung (Mandatum) beinhaltete. Die Zeremonie umfasste außerdem eine feierliche Prozession mit dem Allerheiligsten um das Grab.LPJerusalem/X

Die Entscheidung, die wichtigsten Gotteshäuser in Jerusalem zu schließen, wurde angesichts des andauernden Krieges zwischen den USA und Israel auf der einen Seite und dem Iran getroffen. Während der Predigt betonte Kardinal Pizzaballa die angespannte Lage, was die Schließung der Türen der Grabeskirche notwendig gemacht habe: „Es herrscht eine Spannung, die wir nicht ignorieren können: Außen sind die Türen der Grabeskirche geschlossen. Der Krieg hat diesen Ort zu einem Zufluchtsort gemacht, das Innere abgeschnitten von dem, was draußen geschieht und von Spannungen geprägt ist. Wir sind hier wie im Schoß des Friedens, während die Welt um uns herum zerrissen wird. Wir würden gerne all das ändern“, sagte der Kardinal dem Portal Vatican News zufolge.

Kardinal Pizzaballa wies bei der Messe zum Letzten Abendmahl auf die Symbolik des Ortes hin, an dem er sich befand: „Wir stehen an einem Ort, an dem der Stein den Tod versiegelt wurde. Und doch sind wir heute hier, um das Leben zu feiern“, sagte er und betonte die spirituelle Bedeutung der Feierlichkeiten der Karwoche angesichts des Konflikts.

Zuvor hatte die israelische Polizei bekanntgegeben, dass sie einen „begrenzten Rahmen für Gebete“ der katholischen Kirche im Heiligen Land genehmigt habe. Diese Entscheidung erlaubt nur einer kleinen Zahl von Geistlichen und Kirchenpersonal die Teilnahme an den Feierlichkeiten der Karwoche. Das Abkommen wurde nach internationaler Empörung und offiziellen Protesten gegen die Entscheidung der Polizei dem lateinischen Patriarchen von Jerusalem am Palmsonntag den Zugang zur Grabeskirche aus Sicherheitsgründen, im Zusammenhang mit iranischen Raketenangriffen zu verwehren, erreicht.

PAP/ps

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