Deutsche Redaktion

Kallas: NATO-Abschreckung bleibt trotz US-Verlagerung unangetastet

20.05.2026 11:25
 Das Bündnis werde weiterhin eine starke Präsenz an der Ostflanke aufrechterhalten – es sei jetzt nicht die Zeit, Schwäche zu zeigen, betonte EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas vor dem EU-Parlament in Straßburg.
Die Hohe Vertreterin der Europischen Union fr Auen- und Sicherheitspolitik, Kaja Kallas, spricht am 19. Mai 2026 im Europischen Parlament in Straburg, Frankreich, whrend einer Debatte ber die Strategie der EU zur Bewltigung der aktuellen Krisen im Nahen Osten. Die aktuelle Plenarsitzung findet vom 18. bis zum 21. Mai 2026 statt. EPARONAL
Die Hohe Vertreterin der Europäischen Union für Außen- und Sicherheitspolitik, Kaja Kallas, spricht am 19. Mai 2026 im Europäischen Parlament in Straßburg, Frankreich, während einer Debatte über die „Strategie der EU zur Bewältigung der aktuellen Krisen im Nahen Osten“. Die aktuelle Plenarsitzung findet vom 18. bis zum 21. Mai 2026 statt. EPA/RONALEPA/RONALD WITTEK. Quelle: PAP/EPA.

Trotz der Verlagerung amerikanischer Truppen in Europa bleibt die Abschreckungskraft der NATO nach Einschätzung der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas ungebrochen. Vor dem Europäischen Parlament in Straßburg sagte Kallas, da die USA ihre Aufmerksamkeit auf den indo-pazifischen Raum richteten, seien Veränderungen bei der Stationierung zu erwarten gewesen. Das Bündnis werde aber weiterhin eine starke Präsenz an der Ostflanke aufrechterhalten – es sei jetzt nicht die Zeit, Schwäche zu zeigen.

Kallas rief Europa auf, mehr Verantwortung für die eigene Verteidigung zu übernehmen: durch höhere Ausgaben, das Schließen von Fähigkeitslücken und eine stärkere europäische Rüstungsproduktion. Das sei mit Kosten verbunden, doch Abschreckung sei billiger als Krieg. Zugleich warnte sie, die Erschütterungen in den Beziehungen zu den USA seien nicht vorübergehend und dürften die Sicherheit Europas über Jahrzehnte prägen.

Auch der ranghöchste NATO-Befehlshaber in Europa, General Alexus Grynkewich, betonte in Brüssel, der Abzug einer Panzerbrigade und von 5.000 US-Soldaten gefährde die Verteidigungsplanung des Bündnisses nicht. Die europäischen Verbündeten und Kanada übernähmen zunehmend Verantwortung für die konventionelle Verteidigung Europas – bei fortgesetzter Unterstützung durch die Vereinigten Staaten.

IAR/adn

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