Deutsche Redaktion

Neun Opfer bei weiteren russischen Luftangriffen

15.06.2026 08:00
Nach den massiven russischen Luftangriffen auf die Ukraine mit mindestens neun Todesopfern hat der ukrainische Präsident die G7-Staaten zu einer Verschärfung des Drucks auf Russland aufgerufen. Moskau habe in der Nacht zum Montag mehr als 70 Raketen und über 600 Drohnen gegen die Ukraine eingesetzt, erklärte Wolodymyr Selenskyj.
Bei den russischen Angriffen wurde auch die historische Kiewer Petschersk-Lawra, eines der bedeutendsten Zentren der orthodoxen Christenheit, beschdigt.
Bei den russischen Angriffen wurde auch die historische Kiewer Petschersk-Lawra, eines der bedeutendsten Zentren der orthodoxen Christenheit, beschädigt.REUTERS/Valentyn Ogirenko

„Russland zeigt der Welt damit, dass es den Krieg fortsetzen will“, sagte der Präsident. Die derzeit in Frankreich tagenden G7-Staaten müssten darauf mit einer entschlossenen und konkreten Antwort reagieren. Dazu gehörten zusätzliche Sanktionen gegen Russland sowie eine verstärkte Unterstützung der Ukraine bei der Luftverteidigung, insbesondere mit Systemen zur Abwehr ballistischer Raketen.

Nach Angaben Selenskyjs wurden bei den Angriffen allein auf Kiew mehr als 60 Raketen abgefeuert. In der ukrainischen Hauptstadt kamen vier Menschen ums Leben, 28 weitere wurden verletzt.

Besonders schwer betroffen war auch die ostukrainische Großstadt Charkiw. Dort seien fünf Menschen getötet und neun weitere verletzt worden, teilte Selenskyj mit. Russische Streitkräfte hätten zudem Rettungskräfte angegriffen, die einen Brand nach einem früheren Einschlag bekämpften.

Zu den Zielen der Angriffe gehörte nach Angaben des Präsidenten auch die historische Kiewer Petschersk-Lawra, eines der wichtigsten Zentren der orthodoxen Christenheit. Dabei geriet die Mariä-Entschlafens-Kathedrale in Brand, deren Geschichte bis ins 11. Jahrhundert zurückreicht. Die Feuerwehr habe das Feuer inzwischen gelöscht.

Neben Kiew und Charkiw wurden nach ukrainischen Angaben auch Ziele in den Regionen Dnipropetrowsk, Donezk, Saporischschja, Sumy und Mykolajiw angegriffen. In der Stadt Dnipro wurden unter anderem ein Bahnhofsareal, Bildungseinrichtungen und Unternehmen beschädigt.

Der Angriff erfolgte kurz nach Gesprächen Selenskyjs mit US-Präsident Donald Trump über mögliche Wege zur Beendigung des seit mehr als vier Jahren andauernden Krieges. Nach Angaben des Kremls sprach Trump auch mit Russlands Präsident Wladimir Putin und betonte dabei die Notwendigkeit eines Kriegsendes.

In Evian-les-Bains beginnt am Montag der G7-Gipfel. Zu den zentralen Themen gehören die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten. Selenskyj wird am Dienstag bei dem Treffen erwartet.


IAR/jc

Europäische Politiker verurteilen russischen Angriff auf Ukraine

24.05.2026 18:24
Nach einem der schwersten russischen Luftangriffe seit Beginn des Krieges haben europäische Politiker Russland scharf verurteilt. Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe setzte Russland in der Nacht rund 600 Drohnen und 90 Raketen ein, darunter erneut den Hyperschallflugkörper „Oreschnik“. Ziele waren unter anderem Kiew, Charkiw, Dnipro, Sumy und die Region Chmelnyzkyj.

Massiver russischer Luftangriff auf Kiew

02.06.2026 06:30
Russland hat in der Nacht zum Dienstag einen der schwersten Luftangriffe der vergangenen Wochen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew gestartet. Nach ukrainischen Angaben wurden mindestens vier Personen getötet, mehr als 60 weitere wurden verletzt. In mehreren Stadtteilen brachen Brände aus, Wohngebäude wurden beschädigt oder zerstört.

Ukrainischer Außenminister: Russland greift Zivilisten an, weil es an der Front scheitert

02.06.2026 10:34
Nach den schweren russischen Luftangriffen auf die Ukraine hat Außenminister Andrij Sybiha Moskau vorgeworfen, angesichts militärischer Misserfolge gezielt auf Terror gegen die Zivilbevölkerung zu setzen. Der nächtliche Angriff mit 656 Drohnen und 73 Raketen zeige, dass Kremlchef Wladimir Putin „ein Kriegsverbrecher“ sei, erklärte Sybiha auf der Plattform X.