Demnach wurde der Mann von Beamten der Polizei und des Inlandsgeheimdienstes ABW gefasst. Nach Angaben der Ermittler führte der Verdächtige einen georgischen Pass mit sich. Die Behörden prüfen derzeit seine Identität und versuchen, mögliche Hintermänner der Tat zu ermitteln.
Der Sprecher der Polizei in Lublin, Andrzej Fijołek, sagte, der Verdächtige sei am Donnerstagmorgen in der Nähe von Warschau festgenommen worden. An dem Einsatz waren eine spezielle Ermittlungsgruppe der Polizei, Antiterroreinheiten sowie Mitarbeiter des Inlandsgeheimdienstes beteiligt.
Die Tat ereignete sich nach bisherigen Erkenntnissen am Montagvormittag in einem Wohnviertel von Biała Podlaska. Ein bislang unbekannter Mann soll sich dem Opfer auf einem Gehweg genähert und mehrere Schüsse aus einer Kurzwaffe abgegeben haben. Nachdem das Opfer zu Boden gefallen war, feuerte der Täter weitere Schüsse aus kurzer Distanz ab. Die Gerichtsmediziner stellten insgesamt sieben Schussverletzungen fest.
Bei dem Getöteten handelt es sich um den russischen Staatsbürger Robert K., der in den Medien unter dem Namen Semjon Skriepezki auftrat.
Ministerpräsident Tusk hatte bereits am Mittwoch erklärt, vieles deute auf ein politisch motiviertes Attentat hin. Für eine abschließende Bewertung müssten jedoch weitere Beweise abgewartet werden.
IAR/jc