Deutsche Redaktion

Putin spricht von schwieriger Lage – hält aber an Kriegszielen fest

29.06.2026 06:30
Russlands Präsident Wladimir Putin hat eingeräumt, dass sich sein Land in einer schwierigen Phase befindet. Bei einem Parteitag der Regierungspartei „Einiges Russland“ sagte er, Russland durchlaufe derzeit eine schwierige Zeit, habe daraus jedoch wichtige Lehren gezogen. Zugleich zeigte sich Putin überzeugt, den Krieg gegen die Ukraine gewinnen zu können.
Władimir Putin
Władimir PutinFoto: Sputnik/Mikhail Metzel/Pool via REUTERS

 

Mit Blick auf die jüngsten ukrainischen Drohnenangriffe auf Ziele im russischen Hinterland erklärte der Kremlchef, diese dienten dazu, die Stimmung in der russischen Bevölkerung zu destabilisieren. Russland werde seine Ziele dennoch erreichen, sagte Putin.

Die Äußerungen erfolgten wenige Wochen vor den russischen Parlamentswahlen im September. Putin wünschte der Regierungspartei „Einiges Russland“, deren Vorsitzender er früher war, Erfolg bei der Abstimmung.

Unterdessen gibt es weiterhin keine Anzeichen für eine baldige Wiederaufnahme von Friedensgesprächen zwischen Moskau und Kiew. Nach Aussagen ranghoher russischer Vertreter setzt der Kreml weiterhin auf eine militärische Lösung des Konflikts.

Kremlberater Juri Uschakow erklärte in einem Interview mit dem russischen Staatsfernsehen, Moskau rechne nicht mehr mit der Umsetzung früherer Vereinbarungen mit den USA zur Beendigung des Krieges. Russland werde seine Ziele auf dem Schlachtfeld weiterverfolgen und auf einen militärischen Sieg hinarbeiten.

Noch vor wenigen Tagen hatten russische Vertreter von einer möglichen Wiederaufnahme der Gespräche mit der Ukraine sowie einem Besuch von Vertretern der US-Regierung in Moskau gesprochen. Beobachter führen den Kurswechsel darauf zurück, dass US-Präsident Donald Trump nach dem jüngsten G7-Gipfel seine Unterstützung für die Ukraine bekräftigt und auf militärische Erfolge der ukrainischen Streitkräfte hingewiesen hatte.

 

IAR/jc

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