Die USA halten einen Ausbau ihrer Militärpräsenz in Polen offen. Nach Gesprächen in Washington sagte der Chef des Nationalen Sicherheitsbüros, Bartosz Grodecki, diskutiert würden die Fortsetzung der gestoppten Truppenrotation, eine ständige US-Basis und Polens möglicher Beitritt zum NATO-Programm Nuclear Sharing. Beschlossen sei in diesen Fragen aber noch nichts.
Der US-Unterstaatssekretär für Verteidigungspolitik, Elbridge Colby, sprach nach dem Treffen von einer „sehr fruchtbaren Diskussion“ über die „Stärkung der Präsenz der US-Streitkräfte in Polen“ und über „NATO 3.0“. Polen bleibe ein „vorbildlicher Verbündeter“.
Zunkunft von gestoppter US-Panzerbrigade weiterhin offen
Unklar bleibt die Zukunft der im Mai gestoppten Verlegung einer US-Panzerbrigade aus Texas. Grodecki sagte, es gebe noch keinen Termin und keine Angaben dazu, welche Einheit nach Polen kommen könnte. Zugleich betonte er: „Die Frage, ob diese Einheit kommt, wird überhaupt nicht infrage gestellt.“ Am Vortag hatte Marcin Przydacz aus der Präsidialkanzlei dagegen erklärt, die ausgesetzte 4.000-Mann-Brigade werde nicht einfach nach Polen verlegt; die US-Präsenz müsse als neues Gesamtkonzept betrachtet werden.
Auch bei Nuclear Sharing geht es nach polnischer Darstellung um Offenheit für einen Beitritt zum Programm, nicht um eine Zusage zur Stationierung von Atomsprengköpfen. Oppositionspolitiker der PiS und der EKR-Gruppe äußerten sich nach eigenen Gesprächen in Washington optimistisch. Patryk Jaki sagte, Polen sei
PAP/adn