Deutsche Redaktion

Polnische Abgeordnete bringen UPA-Streit ins Europaparlament

06.07.2026 11:44
In Straßburg beraten die Europaabgeordneten über den EU-Kurs der Ukraine. Polnische Abgeordnete wollen dabei die Benennung einer ukrainischen Brigade nach der UPA in die Resolution aufnehmen lassen.
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Еўрапарламент.Drop of Light/Shutterstock

Polnische Europaabgeordnete wollen bei der Ukraine-Entschließung des Europäischen Parlaments die historische Kontroverse zur Rolle der UPA einbringen. Zum Auftakt der Plenarsitzung in Straßburg haben Abgeordnete aus verschiedenen polnischen Parteien Änderungsanträge zu der Entscheidung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vorbereitet, eine ukrainische Brigade nach der UPA zu benennen.

Die Anträge beziehen sich auf den Jahresbericht über die Fortschritte der Ukraine auf dem Weg in die Europäische Union. Die Debatte darüber ist für Dienstag geplant, die Abstimmung über die Resolution für Mittwoch. Damit die polnischen Vorschläge in den endgültigen Text aufgenommen werden, brauchen sie eine Mehrheit der Europaabgeordneten.

Die Benennung nach der Ukrainischen Aufstandsarmee ist in Polen besonders sensibel. Die UPA wird hierzulande vor allem mit den Massakern an der polnischen Bevölkerung in Wolhynien und Ostgalizien während des Zweiten Weltkriegs verbunden. 

Auf der Tagesordnung stehen außerdem die Ergebnisse des EU-Gipfels vom Juni, bei dem die Staats- und Regierungschefs unter anderem über weitere Unterstützung für die Ukraine, Sicherheit und Verteidigung sowie die Erweiterung der Union beraten hatten. Die Abgeordneten wollen auch über Unterstützung für die russische Zivilgesellschaft und unabhängige Medien, die Zukunft der europäischen Autoindustrie sowie neue EU-Maßnahmen zu Cybersicherheit und künstlicher Intelligenz sprechen.

IAR/adn

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