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„Leichenhaufen“ bei Exhumierung von Opfern des Wolhynien-Massakers entdeckt

28.07.2026 17:30
„Bei Exhumierungsarbeiten in Wola Ostrowiecka und Ostrówki in Wolhynien wurden die sterblichen Überreste von 49 Opfern des Wolhynien-Massakers geborgen“, teilte der stellvertretende Chef des Instituts für Nationales Gedenken (IPN), Karol Polejowski, am Dienstag mit. Die Trauerfeier findet am 30. August auf dem nahegelegenen Friedhof statt.
Die zweite Woche der Exhumierungsarbeiten in Wola Ostrowiecka und Ostrówki in Wolhynien ist abgeschlossen. Die aktuellen Arbeiten sind Teil langjhriger Untersuchungen in den inzwischen verschwundenen Ortschaften. Dort wurden 1992, 2011 und 2015 die sterblichen berreste von 674 Menschen entdeckt, exhumiert und wrdig bestattet.
Die zweite Woche der Exhumierungsarbeiten in Wola Ostrowiecka und Ostrówki in Wolhynien ist abgeschlossen. Die aktuellen Arbeiten sind Teil langjähriger Untersuchungen in den inzwischen verschwundenen Ortschaften. Dort wurden 1992, 2011 und 2015 die sterblichen Überreste von 674 Menschen entdeckt, exhumiert und würdig bestattet.PAP/Wojtek Jargiło

Die zweite Woche der Exhumierungsarbeiten in Wola Ostrowiecka und Ostrówki in Wolhynien ist abgeschlossen. Die aktuellen Arbeiten sind Teil langjähriger Untersuchungen in den inzwischen verschwundenen Ortschaften. Dort wurden 1992, 2011 und 2015 die sterblichen Überreste von 674 Menschen entdeckt, exhumiert und würdig bestattet.

Nach zwei Wochen Arbeit haben die Teams des Instituts für Nationales Gedenken die sterblichen Überreste weiterer 49 Menschen geborgen, sagte Polejowski auf einer Pressekonferenz am Ort der laufenden Arbeiten. Die Gesamtzahl der bislang bei den aktuellen Exhumierungen gefundenen Opfer liege inzwischen bei mehr als 50. In einer weiteren Grabgrube wurden mindestens vier weitere Tote entdeckt. „Noch immer fehlen hier fast 300 Opfer. Nach ihnen werden wir selbstverständlich weiter suchen“, erklärte Polejowski.

Wie die Forscher bereits festgestellt haben, befinden sich unter der oberen Erdschicht weitere sterbliche Überreste. Die Opfer wurden ohne Särge in das Massengrab geworfen – in völliger Unordnung. „Es ist schlicht ein Leichenhaufen. So muss man es leider sagen. Die Leichen wurden dort übereinandergeworfen, und genau das legen wir jetzt frei. Die Schädel weisen Spuren stumpfer Gewalteinwirkung auf“, sagte der anwesende Pfarrer Tomasz Trzaska. Nach einer vorläufigen Einschätzung der Forscher sind die an den Schädeln festgestellten Verletzungen auf Schläge mit stumpfen und scharfen Werkzeugen wie Hammer, Knüppel oder Axt zurückzuführen.



Die polnische Seite bemüht sich darum, am 30. August – dem Jahrestag des Massakers von 1943 in Wola Ostrowiecka und Ostrówki – auf dem nahegelegenen Friedhof der UPA-Opfer eine Trauerfeier mit Beisetzung abzuhalten. Dafür ist jedoch eine Genehmigung der ukrainischen Behörden erforderlich. Wie Polejowski erklärte, werden die geborgenen sterblichen Überreste derzeit untersucht. Zugleich werden fortlaufend DNA-Proben entnommen.

In Kyjiw warten derzeit 14 polnische Anträge auf Exhumierungsgenehmigungen auf ihre Entscheidung. „Wir hoffen, dass die ukrainische Seite diese Anträge bearbeitet. Dabei vertrauen wir auf die Zusage von Präsident Wolodymyr Selenskyj, der unter anderem eine Beschleunigung des gesamten Verfahrens zur Erteilung von Genehmigungen für Such- und Exhumierungsarbeiten angekündigt hat“, so Polejowski. Die Arbeiten in Wola Ostrowiecka und Ostrówki sollen bis zum 7. August dauern.

PAP/RMF24/ps

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