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300 Migranten versuchten erneut, nach Ceuta zu gelangen

17.08.2026 12:00
Marokkanische Sicherheitskräfte haben fast 300 Migranten daran gehindert, in die spanische Exklave Ceuta zu gelangen. Zudem wurden 61 mutmaßliche Schleuser festgenommen. Rabat verstärkt die Patrouillen, um eine Wiederholung der Migrationskrise vom Juli zu verhindern.
Zwischen Samstag und Sonntagnachmittag haben marokkanische Sicherheitskrfte an der Grenze zur spanischen Exklave Ceuta 294 Migranten festgenommen, berichtete der marokkanische Fernsehsender Medi 1.
Zwischen Samstag und Sonntagnachmittag haben marokkanische Sicherheitskräfte an der Grenze zur spanischen Exklave Ceuta 294 Migranten festgenommen, berichtete der marokkanische Fernsehsender Medi 1. EPA/MOHAMED SIALI

Zwischen Samstag und Sonntagnachmittag haben marokkanische Sicherheitskräfte an der Grenze zur spanischen Exklave Ceuta 294 Migranten festgenommen, berichtete der marokkanische Fernsehsender Medi 1. Unter den Festgenommenen seien Staatsangehörige aus Ländern südlich der Sahara. Zusätzlich wurden 61 Marokkaner festgenommen. Sie stehen im Verdacht, die Schleusung von Migranten nach Ceuta unterstützt zu haben.

Rabat hat in den vergangenen Tagen die Sicherheitskräfte an der Grenze zu Ceuta verstärkt und die Zahl der See- und Luftpatrouillen erhöht. Damit soll eine Wiederholung der Migrationskrise in der spanischen Exklave verhindert werden.

Die Migrationskrise in Ceuta begann am 30. Juli mit dem Versuch Tausender Migranten, überwiegend Marokkaner, massenhaft in die Stadt zu gelangen. Nach Schätzungen der spanischen Regierung erreichten innerhalb von zwei Tagen rund 80.000 Menschen die Exklave. In den darauffolgenden Tagen hatten mehr als 70.000 Migranten die autonome Stadt wieder verlassen und sind nach Marokko zurückgekehrt. Nach Schätzungen der spanischen Regierung und der Behörden von Ceuta halten sich derzeit noch 5.000 bis 8.000 Migranten in der Exklave auf.
Nach Angaben der spanischen Regierung wurde auf spanischer Seite der Tod von 82 Migranten bestätigt, die am 30. und 31. Juli versucht hatten, nach Ceuta zu gelangen.

PAP/ps

Migranten aus Marokko stürmen Europas Grenze

30.07.2026 17:30
Hunderte Migranten sind am Donnerstag von Marokko in die spanische Exklave Ceuta in Nordafrika gelangt, teilte die spanische Guardia Civil mit. Nach Angaben des öffentlich-rechtlichen Senders TVE könnten zwischen 2.000 und 3.000 Menschen die Grenze überquert haben. Die Regionalregierung fordert von Madrid die Ausrufung des Ausnahmezustands. Die spanische Regierung entsendet zusätzliche Streitkräfte in die Grenzregion.

Tusk: Spanien sollte Polens Grenzschutzmodell nach Migrationskrise in Ceuta übernehmen

01.08.2026 11:30
Polens Ministerpräsident Donald Tusk hat Spanien nach der schweren Migrationskrise in der spanischen Exklave Ceuta zu strengerem Grenzschutz aufgerufen. Polens Vorgehen sei ein erfolgreiches Modell zum Schutz der Außengrenzen der Europäischen Union.

Vize-Innenminister: Schengen steckt in einer Krise

06.08.2026 11:49
Nach dem massiven Ansturm von Migranten auf die spanische Exklave Ceuta hat der Vize-Innenminister Maciej Duszczyk vor den Folgen einer Rückkehr zu dauerhaften Grenzkontrollen innerhalb der Europäischen Union gewarnt. „Schengen erlebt heute eine Krise“, sagte der für Migration zuständige Staatssekretär in einem Interview der Nachrichtenagentur PAP. Eine dauerhafte Wiedereinführung von Grenzübergängen innerhalb der EU wäre „der Anfang vom Ende der Europäischen Union“ und „eine Katastrophe für Polen“.