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Medien: Russland rekrutiert Banden für Sabotageakte in europäischen Rüstungsbetrieben

25.08.2026 06:20
Russland führt eine Welle von Sabotageakten gegen Rüstungsbetriebe in Europa durch und setzt dabei angeworbene Mitglieder lokaler krimineller Gruppen ein, um die Reaktion der NATO zu testen. Das berichtete die britische Zeitung „The Telegraph“ unter Berufung auf Quellen in westlichen Nachrichtendiensten.
Nach Angaben der britischen Zeitung organisiert Russland in Europa eine Reihe von Sabotageakten gegen Rstungsbetriebe. Laut The Telegraph machen die stlichen NATO-Mitgliedstaaten wie Polen und die baltischen Lnder Russland deutlich hufiger fr hnliche Vorflle verantwortlich.
Nach Angaben der britischen Zeitung organisiert Russland in Europa eine Reihe von Sabotageakten gegen Rüstungsbetriebe. Laut „The Telegraph“ machen die östlichen NATO-Mitgliedstaaten wie Polen und die baltischen Länder Russland deutlich häufiger für ähnliche Vorfälle verantwortlich. aarrows/Shutterstock

Nach Angaben der britischen Zeitung organisiert Russland in Europa eine Reihe von Sabotageakten gegen Rüstungsbetriebe. Diese werden so geplant, dass sie die Schwelle für eine Auslösung von Artikel 5 des NATO-Vertrags, der die Bündnispartner zur kollektiven Verteidigung verpflichtet, nicht überschreiten. Ziel sei es, die Spannungen unter den Verbündeten zu verschärfen und ihre Unterstützung für die Ukraine zu schwächen.

Russische Geheimdienste rekrutieren für solche Operationen Mitglieder lokaler krimineller Gruppen, berichtete „The Telegraph“. Über Messenger-Dienste wie Telegram erhalten sie von Vermittlern entsprechende Aufträge und werden dafür in Kryptowährungen bezahlt.

Zuletzt hat Lettland drei eigene Staatsbürger festgenommen. Sie werden verdächtigt, in Estland ein Gebäude des Tallinner Unternehmens Milrem Robotics in Brand gesetzt zu haben. Das Unternehmen produziert unter anderem unbemannte Systeme für die Ukraine. Der estnische Ministerpräsident Kristen Michal teilte mit, die Ermittler prüften, ob der Brand auf Sabotage zurückzuführen sei und ob Russland dahinterstecken könnte.

Kreml zielt auf Waffenlieferungen an die Ukraine

Der Brand reiht sich in eine Serie verdächtiger oder bestätigter Sabotageakte gegen Lieferketten für Waffen und militärische Ausrüstung für die Ukraine in NATO-Staaten ein. Anfang dieses Jahres brannte eine tschechische Fabrik, die Drohnen und Wärmebildtechnik für die Ukraine herstellte, nahezu vollständig ab. Im Zusammenhang mit den Ermittlungen wegen einer möglichen Beteiligung Russlands wurden vier Personen festgenommen.

Am 10. August kam es in einem Werk des bulgarischen Rüstungskonzerns EMKO, eines der größten privaten Waffenhersteller des Landes, zu einer schweren Explosion. Das Unternehmen produziert für die Ukraine 155-Millimeter-Artilleriegeschosse. Drei Tage später ereignete sich eine Explosion in einem Werk von KNDS Ammo Italy in Colleferro bei Rom.

Laut „The Telegraph“ machen die östlichen NATO-Mitgliedstaaten wie Polen und die baltischen Länder Russland deutlich häufiger für ähnliche Vorfälle verantwortlich. Westeuropäische Staaten wie Italien und Deutschland seien dagegen aus Sorge vor einer Eskalation häufig vorsichtiger, wenn es darum gehe, solche Vorfälle mit Moskau in Verbindung zu bringen.

PAP/PR/ps

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