Deutsche Redaktion
Folge uns auf Google

Folge uns auf Google, um unsere News immer ganz oben zu sehen.

Polen führt ersten gemeinsamen SAFE-Rüstungskauf an

25.08.2026 10:53
Polen führt erstmals einen gemeinsamen Rüstungseinkauf mit SAFE-Mitteln an. Ein Rahmenvertrag über mehrere Tausend Piorun-Systeme betrifft neben Warschau auch Litauen, Lettland und Norwegen – eine formelle Bestellung steht aber noch aus.
Skarżysko-Kamienna, 24.08.2026. Der stellvertretende Ministerprsident und Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz (2. v. r.), der Leiter der Rstungsagentur, Generalmajor Artur Kuptel (rechts), die Geschftsfhrerin von Mesko, Renata Gruszczyńska (2. v. l.) sowie der Vorstandsvorsitzende der Polnischen Rstungsgruppe Adam Leszkiewicz (L) b
Skarżysko-Kamienna, 24.08.2026. Der stellvertretende Ministerpräsident und Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz (2. v. r.), der Leiter der Rüstungsagentur, Generalmajor Artur Kuptel (rechts), die Geschäftsführerin von Mesko, Renata Gruszczyńska (2. v. l.) sowie der Vorstandsvorsitzende der Polnischen Rüstungsgruppe Adam Leszkiewicz (L) bPAP/Piotr Polak

Polen hat erstmals den Rahmen für einen von Warschau geführten gemeinsamen Rüstungseinkauf mit Mitteln aus dem europäischen SAFE-Programm gesetzt. In den Mesko-Werken in Skarżysko-Kamienna unterzeichneten die polnische Rüstungsagentur und der Hersteller Mesko einen Rahmenvertrag über mehrere Tausend tragbare Flugabwehrsysteme vom Typ Piorun.

Das Vorhaben betrifft die polnischen Streitkräfte sowie drei NATO-Partner: Litauen, Lettland und Norwegen. Norwegen ist kein EU-Mitglied. Polen tritt bei dem Verfahren nicht nur als Empfänger auf, sondern auch als Lieferant und Verfahrensführer des Mehrländer-Einkaufs.

Der unterzeichnete Rahmenvertrag bedeutet noch keine formelle Bestellung. Dafür muss ein Ausführungsvertrag geschlossen werden, in dem unter anderem die Finanzierung festgelegt wird. Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz kündigte an, darauf müsse man nicht länger als einige Tage warten. Den Wert des gesamten Vorhabens bezifferte er auf rund acht Milliarden Zloty, etwa 1,9 Milliarden Euro.

Nach Angaben des Verteidigungsministeriums sollen mehr als 80 Prozent der Piorun-Systeme an die polnische Armee gehen. Weitere Lieferungen sind für Litauen, Lettland und Norwegen vorgesehen. Zum Paket gehören auch Simulatoren sowie Ausbildungs- und Logistikleistungen.

Kosiniak-Kamysz bezeichnete Piorun als Ergebnis polnischer technischer Entwicklung und als eine „Marke für sich“. Die tragbaren Flugabwehrsysteme dienen der Bekämpfung von Flugzeugen, Hubschraubern, Marschflugkörpern und Drohnen. Sie wurden 2018 eingeführt und gelten als Weiterentwicklung des Systems Grom.

Der Leiter der polnischen Rüstungsagentur, Generalmajor Artur Kuptel, dankte den Partnern für ihr Vertrauen. „Von heute an vertrauen uns als Rüstungsagentur auch die Litauer, Letten und Norweger, wofür ich herzlich danke“, sagte er. Das Verteidigungsministerium sieht in der Vereinbarung den Übergang von nationalen Beschaffungen zu gemeinsamen Einkäufen mit ausländischen Partnern im Rahmen von SAFE.

IAR/PAP/adn

„Die Welt“: Polen braucht keine Rüstungsgeschenke aus Deutschland

13.02.2026 06:55
Polen ist nach Einschätzung der Zeitung „Die Welt“ militärisch so gut aufgestellt, dass es keine „Geschenke“ aus Deutschland benötigt. Stattdessen sollte die Bundeswehr über den Kauf polnischer Waffensysteme nachdenken, heißt es in einem Kommentar des Blattes.

„Piorun" sorgt für Furore. Exportschlager der polnischen Rüstungsindustrie

18.02.2026 08:00
Die Flugabwehrsysteme Piorun des Herstellers Mesko erobern Europa. Immer mehr Staaten zeigen Interesse am Kauf der tragbaren Luftabwehrsysteme aus dem Werk in Skarżysko-Kamienna.

Regierungs- und Militärvertreter loben EU-Verteidigungskredite als Beitrag zur Sicherheit Polens

02.06.2026 06:20
Hochrangige Beamten und Offiziere haben am Montag Kritik am EU-Finanzierungsprogramm SAFE für die Verteidigung zurückgewiesen. Eine Ablehnung der Mittel würde die Sicherheit des Landes schwächen, lautete das Argument. „Es wäre ein Verbrechen und ein Verrat an Polen und künftigen Generationen, diese Mittel nicht zu nutzen“, sagte Polens Verteidigungsminister.