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Putin räumt Schäden durch ukrainische Drohnenangriffe in Russland ein

02.09.2026 06:18
Russlands Präsident Wladimir Putin hat erstmals seit Längerem eingeräumt, dass ukrainische Drohnenangriffe auf russischem Gebiet erhebliche Schäden verursacht haben. Besonders betroffen seien unter anderem russische Ölraffinerien. Zugleich betonte er, Russland sei zu Gesprächen über ein Ende des Krieges in der Ukraine bereit.
Wladimir Putin
Wladimir PutinSputnik/Sergey Bobylev/Pool via REUTERS

„Wir wollen den Krieg beenden und einen dauerhaften und umfassenden Frieden in der gesamten Ukraine und in Europa erreichen. Wir sind bereit, uns auf diesen Verhandlungsprozess mit jedem einzulassen, der dazu bereit ist“, sagte Putin am Rande des Gipfels der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO) in der kirgisischen Hauptstadt Bischkek. 

Gleichzeitig schloss der Kremlchef Verhandlungen mit der ukrainischen Führung nicht grundsätzlich aus, bezeichnete die Regierung in Kiew jedoch als „Terroristen“. Mit „Terroristen“ werde Russland nicht verhandeln, sagte Putin.

Putin: Russland bereitet Angriffe auf ukrainische Energieinfrastruktur vor 

Besonders die zunehmenden Drohnenangriffe seien für Russland eine Herausforderung, räumte Putin ein. Die ukrainischen Attacken hätten Schäden an russischen Raffinerien verursacht. Auf die daraus entstandenen Treibstoffengpässe in Teilen Russlands ging der Präsident nach Angaben von Reuters nicht näher ein.

Gleichzeitig kündigte Putin massive russische Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur an. Das russische Militär bereite sich darauf vor. Russland „gewinnt“ den Krieg, sagte Putin. Der Gegner werde „zusammenbrechen“.

Gerüchte über eine möglicherweise bevorstehende neue Mobilmachung in Russland wies Putin als „kompletten Unsinn“ zurück.

Putin droht mit Vergeltung

Mit Blick auf Äußerungen des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu möglichen Plänen, den russischen Luftraum zu blockieren, sprach Putin von „Staatsterrorismus“. Sollte die Ukraine entsprechende Maßnahmen ergreifen, werde Russland darauf mit Vergeltungsmaßnahmen reagieren.

Auch Vorwürfe aus Deutschland, Russland könne hinter einem versuchten Drohnenangriff auf den Flughafen Leipzig stecken, wies Putin zurück. Deutschland habe in diesem Zusammenhang Beweise gefälscht, um Russland zu beschuldigen, behauptete der russische Präsident.

Putin sprach mit Journalisten am Rande des SCO-Gipfels in Bischkek. Nach Angaben von Reuters waren es seine bislang ausführlichsten Äußerungen zum Krieg in der Ukraine seit mehreren Wochen.


Reuters/jc

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