Deutsche Redaktion
Folge uns auf Google

Folge uns auf Google, um unsere News immer ganz oben zu sehen.

Polen unterstützt Aufnahmezentren für Migranten außerhalb der EU

07.09.2026 06:00
Polen unterstützt die Initiative zur Einrichtung von Aufnahmezentren außerhalb der EU. Dort sollen Migranten untergebracht werden, die kein Aufenthaltsrecht in der EU haben. Polen will sich jedoch nicht an der Einrichtung solcher Zentren beteiligen. „Wir unterstützen die Initiative für sogenannte Return Hubs, warten aber noch auf eine konkretere Ausgestaltung“, sagte der stellvertretende Innenminister Maciej Duszczyk.
Nach inoffiziellen Informationen von RMF will sich Warschau jedoch nicht an der Einrichtung solcher Zentren beteiligen. Der Grund ist einfach: Polen hat eine andere Migrationssituation als die Lnder, die an diesem Projekt arbeiten.
Nach inoffiziellen Informationen von RMF will sich Warschau jedoch nicht an der Einrichtung solcher Zentren beteiligen. Der Grund ist einfach: Polen hat eine andere Migrationssituation als die Länder, die an diesem Projekt arbeiten. Straż graniczna/X

Derzeit arbeiten fünf Länder an einem solchen Modell: Deutschland, Österreich, Dänemark, Griechenland und die Niederlande. Am Freitag kamen sie in Kopenhagen zusammen. Polen gehört nicht zu dieser Gruppe von EU-Ländern. Daher war in Kopenhagen kein polnischer Vertreter dabei, erklärte Duszczyk im Gespräch mit dem Radiosender RMF.

Warschau werde jedoch über die Arbeiten informiert und stehe mit den an dem Projekt beteiligten Ländern in Kontakt. Die fünf Länder wollen noch in diesem Jahr mit einem Staat außerhalb der EU die Regeln für den Betrieb solcher Zentren vereinbaren. Als mögliche Standorte werden Ruanda und Uganda genannt. Die ersten Zentren könnten 2027 entstehen.

Polen hat eine andere Migrationssituation

Polen hat die Idee der sogenannten Return Hubs politisch unterstützt. Im Juni hat Warschau einen von 19 Staaten unterzeichneten Brief unterschrieben, in dem eine möglichst schnelle Entwicklung solcher Lösungen gefordert wird. Nach inoffiziellen Informationen von RMF will sich Warschau jedoch nicht an der Einrichtung solcher Zentren beteiligen. Der Grund ist einfach: Polen hat eine andere Migrationssituation als die Länder, die an diesem Projekt arbeiten. „Wir haben keine Personen, auf die eine solche Lösung – also eine Überstellung nach Ruanda oder Uganda – angewendet werden könnte“, sagte der Minister dem Sender.

Für Warschau sei eine andere Frage wichtiger. Polen will, dass sein Umgang mit Migranten, die die EU-Außengrenze gewaltsam durchbrechen, auf EU-Ebene anerkannt werde. Dabei geht es um die Möglichkeit, das Recht auf die Beantragung internationalen Schutzes vorübergehend einzuschränken, wenn Personen in organisierten Gruppen Gewalt anwenden, Grenzanlagen zerstören oder versuchen, gewaltsam in die EU zu gelangen.

Polen hat eine solche Regelung an der Grenze zu Weißrussland eingeführt. Im Grenzgebiet wurde angesichts des Migrationsdrucks und der Versuche, die Grenze gewaltsam zu überqueren, die Möglichkeit, Anträge auf internationalen Schutz zu stellen, vorübergehend eingeschränkt.

RMF24/ps

Polen verstärkt Grenzschutz – steigender Migrationsdruck an der Grenze zu Weißrussland und Litauen

25.08.2025 14:00
Lukaschenkos Dienste kehren als Reaktion auf die polnische Grenzschutzpolitik zur ursprünglichen Route des Migrantenschmuggels an der polnisch-belarussischen Grenze zurück, teilte Polens Innenminister mit. Polnische Beamten werden sich mit ihren Amtskollegen aus Litauen und Lettland treffen, um über gemeinsame Maßnahmen zur besseren Sicherung der polnisch-litauischen Grenze zu beraten.

EU-Migrationspakt startet – Polen bleibt teilweise ausgenommen

12.06.2026 11:19
Warschau ist in diesem Jahr vom Solidaritätsmechanismus ausgenommen. Brüssel begründet die Ausnahme mit den ukrainischen Flüchtlingen in Polen und den Kosten für den Schutz der Grenze zu Belarus.

Vize-Innenminister: Schengen steckt in einer Krise

06.08.2026 11:49
Nach dem massiven Ansturm von Migranten auf die spanische Exklave Ceuta hat der Vize-Innenminister Maciej Duszczyk vor den Folgen einer Rückkehr zu dauerhaften Grenzkontrollen innerhalb der Europäischen Union gewarnt. „Schengen erlebt heute eine Krise“, sagte der für Migration zuständige Staatssekretär in einem Interview der Nachrichtenagentur PAP. Eine dauerhafte Wiedereinführung von Grenzübergängen innerhalb der EU wäre „der Anfang vom Ende der Europäischen Union“ und „eine Katastrophe für Polen“.

Rund 1,8 bis 1,9 Millionen Ukrainer in Polen

11.08.2026 10:00
 In Polen leben nach einer aktuellen Schätzung zwischen 1,8 und 1,9 Millionen ukrainische Staatsbürger. Das sagte der stellvertretende Innenminister Maciej Duszczyk am Dienstag dem Radiosender TOK FM. Die Behörden überprüfen derzeit die genaue Zahl.