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Reksio und Krtek gegen russische Desinformation

10.09.2026 21:50
Polens Ministerpräsident Donald Tusk ist mit ungewöhnlichen Begleitern zum Gipfel der Visegrad-Gruppe nach Bratislava gereist: den Plüschfiguren des polnischen Hundes Reksio und des tschechischen Maulwurfs Krtek.
Niemand wird uns spalten. Den Krtek berreichte Donald Tusk (l.) dem tschechischen Ministerprsidenten Andrej Babi als Symbol der polnisch-tschechischen Zusammenarbeit.
„Niemand wird uns spalten.“ Den Krtek überreichte Donald Tusk (l.) dem tschechischen Ministerpräsidenten Andrej Babiš als Symbol der polnisch-tschechischen Zusammenarbeit.Foto: Twitter

In einem in sozialen Medien veröffentlichten Video erinnerte Tusk an eine Ende August bekannt gewordene Kampagne, mit der Russland offenbar einen Konflikt zwischen Polen und Tschechien schüren wollte. Über gefälschte Profile und nachgemachte Medienseiten waren demnach Behauptungen verbreitet worden, Polen wolle territoriale Ansprüche auf das tschechische Gebiet Zaolzie (Teschener Schlesien) erheben.

„Die Russen haben eine Provokation vorbereitet, die die Tschechen und Polen entzweien sollte“, sagte Tusk in dem Video. Polen und Tschechien hätten darauf „hervorragend“ reagiert und gezeigt, dass sie sich nicht gegeneinander aufbringen ließen.

Reksio und Krtek hätten dabei eine besondere Rolle im Kampf gegen die Desinformation gespielt, sagte Tusk. Den Krtek wolle er dem tschechischen Ministerpräsidenten Andrej Babiš schenken. Die beiden Figuren seien damit seine Begleiter bei dem Besuch in Bratislava.

Im Hintergrund des Videos war die Melodie „Polka Dziadek“ zu hören, die in Polen vor allem als Erkennungsmelodie der populären Radiosendung „Lato z Radiem“ bekannt ist.

Beim Visegrad-Gipfel mit den Regierungschefs Polens, Tschechiens, Ungarns und Irlands betonte Tusk zudem die Bedeutung der regionalen Zusammenarbeit. Die V4-Staaten würden nicht zulassen, dass jemand die Interessen der Region gegen die Interessen der Europäischen Union ausspiele, sagte er. „Die Zukunft der EU wird sich zu einem großen Teil in Warschau, Budapest, Prag und Bratislava entscheiden.“


PAP/jc

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