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„Unterwürfig und politisch riskant“: Sikorski warnt bei US-Basis vor „Fort Trump“

24.09.2026 10:53
Nachdem Staatspräsident Nawrocki zuletzt erneut den Namen "Fort Trump" für eine mögliche dauerhafte US-Basis in Polen ins Spiel gebracht hatte, widerspricht Außenminister Sikorski in deutlichen Worten und schlägt unter anderem einen anderen US-Präsidenten als politisch weniger riskanten Namenspatron eines solchen Stützpunkts vor. 
US-Prsident Donald Trump hlt am 22. September 2026 im Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York, New York, USA, eine Rede im Rahmen der Generaldebatte der 81. Sitzung der Generalversammlung der Vereinten Nationen (UN). EPAOLGA FEDOROVA Quelle: PAPEPA.
US-Präsident Donald Trump hält am 22. September 2026 im Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York, New York, USA, eine Rede im Rahmen der Generaldebatte der 81. Sitzung der Generalversammlung der Vereinten Nationen (UN). EPA/OLGA FEDOROVA Quelle: PAP/EPA.EPA/OLGA FEDOROVA

Außenminister Radosław Sikorski hat die von Staatspräsident Nawrocki vorgeschlagene Bezeichnung einer künftigen ständigen US-Basis in Polen als „Fort Trump“ in deutlichen Worten kritisiert. Das wäre eine „Demonstration der Unterwürfigkeit“ und politisch riskant, betonte Sikorski in New York. Eine solche Einrichtung brauche vor ihrer Inbetriebnahme in einigen Jahren noch die Zustimmung des US-Kongresses zur Finanzierung. Dessen Mehrheiten könnten sich bis dahin ändern. Als weniger umstrittene Namensgeber nannte Sikorski Kazimierz Pułaski, Tadeusz Kościuszko und Ronald Reagan.

Wie die stellvertretende Verteidigungsministerin Magdalena Sobkowiak-Czarnecka hervorhob, sei über die Einrichtung einer dauerhaften US-Basis noch nicht endgültig entschieden. Sie rechne mit einer Entscheidung erst nach Abschluss der amerikanischen Überprüfung der Truppenpräsenz in Europa, voraussichtlich im November oder Dezember. Die endgültige Entscheidung liege bei Präsident Donald Trump. Sobkowiak-Czarnecka bestätigte zugleich eine kurze Liste möglicher Standorte, wollte diese aber nicht benennen.

Präsident Karol Nawrocki hatte das Thema bei einem Treffen mit Trump am Rande der UN-Generaldebatte angesprochen. Sein außenpolitischer Berater Marcin Przydacz erklärte anschließend, die politische Entscheidung sei bereits vorbereitet. Nun müssten Regierung, Verteidigungsministerium und Streitkräfte die Voraussetzungen schaffen. Auch Sobkowiak-Czarnecka bekräftigte, die praktische Umsetzung liege stets bei der Regierung.

Eine Entscheidung in Bezug auf ein polnisches Servicezentrum für PAC-3-Flugkörper des Patriot-Systems erwartet die Vizeverteidigungsministerin indes innerhalb weniger Tage oder Wochen. 

Ein für diese Woche geplantes Treffen von Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz mit Pentagonchef Pete Hegseth war verschoben worden. Das Verteidigungsministerium erklärte, die US-Seite habe wegen zusätzlicher Abstimmungen und neuer Dokumente nach Beratungen der NATO-Generalstabschefs in Kopenhagen um die Verlegung gebeten. Sobkowiak-Czarnecka nannte den gleichzeitig stattfindenden Washington-Besuch des chinesischen Staats- und Parteichefs Xi Jinping als Grund. Ein neuer Termin werde gesucht.

IAR/PAP/adn

Dauerhafte US-Militärbasen: US-Delegation soll mögliche Standorte prüfen

09.09.2026 10:46
Eine US-Delegation prüft am 10. und 11. September mögliche Standorte für dauerhafte Militärbasen in Polen. Laut Vizeverteidigungsminister Paweł Bejda ist der Besuch eine Erkundung und der Auftakt zu weiteren Gesprächen. Die USA seien ernsthaft an der Errichtung solcher Stützpunkte interessiert.

„Gespräche sind detaillierter geworden“: Warschau wirbt für US-Basen und Patriot-Servicezentrum

11.09.2026 12:03
Eine US-Delegation hat in Polen Rüstungsbetriebe und mögliche Standorte für eine dauerhafte Militärpräsenz besichtigt. Im Fokus stehen Westpolen, ein Patriot-Servicezentrum und gemeinsame Industrieprojekte – entschieden ist noch nichts.

„Nur eine Frage der Zeit“: Staatspräsident Nawrocki bringt für US-Basis erneut „Fort Trump“ ins Spiel

23.09.2026 11:51
Er hoffe, dass die Anlage noch während der Amtszeit von Präsident Donald Trump fertiggestellt werde, und regte erneut die Bezeichnung „Fort Trump“ an, so Nawrocki. Regierungssprecher Adam Szłapka erklärte indes, es würden Hinweise darauf analysiert, dass jemand den Ausbau der polnischen Sicherheit durch eine US-Präsenz gezielt verzögern oder sabotieren wolle.

Präsident Nawrocki bei der UNO: Nicht wir suchen die Konfrontation

23.09.2026 22:30
Präsident Karol Nawrocki hat bei seiner Rede im UN-Hauptquartier in New York das Vorgehen Russlands auf internationaler Ebene scharf kritisiert. Die derzeitige Politik des Kremls sei eine Rückkehr zu imperialen Ambitionen, die in der Vergangenheit zu den Tragödien zweier Weltkriege geführt hätten. „Als Vertreter eines Staates, der an Russland grenzt, möchte ich sagen: Nicht wir suchen die Konfrontation. Unser Ziel ist Abschreckung und Dialog“, sagte Nawrocki.