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„Eine Frage des Willens“: Selenskyj sieht Druck auf Kyjiw, Musk weist Verantwortung von sich

15.10.2026 10:53
Selenskyj verbindet die gemeldeten Probleme beim Militärdienst Starshield mit Druck wegen Raffinerieangriffen. Musk verweist auf die Entscheidungsgewalt der US-Streitkräfte und des Präsidenten.
Der ukrainische Prsident Wolodymyr Selenskyj whrend eines Treffens mit dem britischen Premierminister Andy Burnham am 14. Oktober 2026 in der Downing Street Nr. 10 im Zentrum von London. HENRY NICHOLLSPool via REUTERSArchivfoto
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj während eines Treffens mit dem britischen Premierminister Andy Burnham am 14. Oktober 2026 in der Downing Street Nr. 10 im Zentrum von London. HENRY NICHOLLS/Pool via REUTERS/Archivfoto HENRY NICHOLLS/Pool via REUTERS/Archivfoto

Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den USA vorgeworfen, die Ukraine wegen ihrer Angriffe auf russische Raffinerien unter Druck zu setzen. In einem Interview mit der FINANCIAL TIMES sagte er, ukrainische Streitkräfte hätten zeitweise keine Warnungen vor ballistischen Raketen erhalten. Zudem seien Starshield-Terminals auf Drohnen technisch eingeschränkt worden.

In der Nacht zum 14. Oktober hätten die militärischen Starshield-Terminals auf ukrainischen Drohnen nur noch bei Geschwindigkeiten bis 160 Stundenkilometern Verbindung gehalten, berichteten ukrainische Medien unter Berufung auf Selenskyj. Starshield ist ein von Starlink getrennter militärischer Dienst. Selenskyj erklärte, amerikanische Partner hätten mit einer Blockade des Nachrichtenaustauschs gedroht, falls die Angriffe auf russische Energieanlagen weitergingen. Die Störungen seien „eine Frage des Willens“ gewesen, sagte er.

"Die Ukraine wird Angriffe auf Raffinerien wieder aufnehmen" 

 
Die Ukraine werde ihre Angriffe auf russische Raffinerien wieder aufnehmen, kündigte Selenskyj an. Er sagte, Kyjiw habe solche Angriffe zuvor für drei Tage ausgesetzt. 

Elon Musk erklärte auf X, Starshield gehöre der US-Regierung. Entscheidungen über Geschwindigkeits- oder Nutzungsbeschränkungen lägen bei den US-Streitkräften und letztlich bei Präsident Donald Trump. Dies ist Musks Erklärung, keine separat vorliegende offizielle Stellungnahme aus Washington. Musk erklärte ferner, Starlink sei auf zivile und defensive Einsätze begrenzt und dürfe nicht für offensive Militäroperationen verwendet werden.

Polens Außenminister Radosław Sikorski kritisierte Musk auf X scharf. Er fragte, ob Musk erneut mit seinen Produkten Politik betreibe, und verwies auf europäische Verbraucher. Finnlands Präsident Alexander Stubb sagte am 14. Oktober, ihm lägen keine Informationen vor, wonach die USA die Weitergabe von Geheimdienstinformationen an die Ukraine eingestellt hätten. Seine Aussage bezog sich auf seinen damaligen Kenntnisstand und schließt spätere oder zeitweise Einschränkungen nicht aus.

IAR/PAP/adn


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