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FINANCIAL TIMES: USA schlagen Teilfreigabe russischer Vermögen vor

15.10.2026 11:28
Bei Gesprächen in Miami soll Washington Modelle für den Umgang mit blockierten russischen Staatsvermögen vorgestellt haben. Europäische Vertreter widersprachen laut FINANCIAL TIMES einer Rückgabe und einer US-Kontrolle.
Ілюстрацыйнае фотаObraz Evgeny GoTown.ru z Pixabay/CC0

Die USA haben europäischen Partnern nach einem Bericht der FINANCIAL TIMES vorgeschlagen, einen Teil der eingefrorenen russischen Staatsvermögen freizugeben. Der Schritt solle Russland dazu bewegen, Verhandlungen über einen Frieden in der Ukraine wieder aufzunehmen.

Der Vorschlag sei vergangene Woche bei Gesprächen in Miami vorgelegt worden. Beteiligt gewesen seien Vertreter der USA, der Ukraine, Frankreichs, Deutschlands, Großbritanniens, der EU und der NATO. Die US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner hätten mehrere Wege zur Freigabe von Vermögen vorgeschlagen, darunter einen Fonds unter Kontrolle Washingtons.

Europäische Teilnehmer hätten den Vorschlag nach Darstellung der FINANCIAL TIMES zurückgewiesen. Sie hätten sich sowohl gegen eine US-Kontrolle über die Mittel als auch gegen eine Rückgabe von Vermögen an Russland gestellt. 

Seit Beginn der großangelegten russischen Invasion in die Ukraine 2022 sind im Westen rund 260 Milliarden Euro an russischen Staatsvermögen eingefroren, überwiegend in der EU. Die Erträge wurden zur Absicherung eines G7-Kredits von 45 Milliarden Euro für die Ukraine verwendet. Die EU hatte vorgesehen, die Vermögen für den Wiederaufbau der Ukraine einzusetzen, falls Russland keine Reparationen leistet. Kremlsprecher Dmitrij Peskow erklärte, Russland werde rechtlich gegen die Blockade seiner Vermögen vorgehen.

PAP/adn


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