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Polnische Totenbräuche: „Dziady“ – Begegnungen mit slawischer Tradition in Berlin

29.10.2026 11:01
Mit alten slawischen Bräuchen rund um das Gedenken an die Verstorbenen beschäftigen sich in den kommenden Tagen zwei Veranstaltungen der polnischen Community in Berlin. Im Mittelpunkt steht das Ritual „Dziady“, ein vorchristlicher Brauch, bei dem die Lebenden der Überlieferung nach mit den Seelen ihrer verstorbenen Vorfahren in Verbindung traten.
Dziady in Berlin  polnische Traditionen neu entdecken
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Am 31. Oktober lädt das polnische Sprachcafé SprachCafé Polnisch im Berliner Stadtteil Pankow zu einem Abend mit dem Titel „Dziady und Babas – ein Abend der Geschichten, des Gedenkens und der Lieder“ ein. Auf dem Programm stehen traditionelle Totenlieder, Erzählungen und Erinnerungen an Mitglieder der polnischen Gemeinschaft in Berlin, die im vergangenen Jahr gestorben sind. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr in der Schulzestraße 1. Der Eintritt ist frei.

Eine weitere Begegnung ist für den 7. November um 18 Uhr im Klub Polskich Nieudaczników in der Ackerstraße 168 geplant. Unter dem Titel „Dziady – eine Begegnung mit dem Geheimnis alter Rituale“ geht es ebenfalls um slawische Vorstellungen von Leben und Tod sowie um die Bedeutung des Gedenkens an die Vorfahren.

Die Veranstaltungen wollen die Tradition jenseits der bekannten literarischen Verarbeitung durch den polnischen Nationaldichter Adam Mickiewicz vermitteln. Zugleich bieten sie der polnischen Community in Berlin Gelegenheit, ihre kulturellen Wurzeln zu pflegen und Bräuche an jüngere Generationen weiterzugeben.

Auch für Jugendliche gibt es ein Angebot: Die Polnische Schulgesellschaft „Oświata“ plant im November und Dezember Workshops, bei denen Jugendliche zwischen zwölf und 16 Jahren Mickiewiczs Literatur mit Rap verbinden und eigene Texte entwickeln können.

 

IAR/jc