Polen hat 18 ausländische Staatsangehörige für ihre Hilfe für polnische Bürger in den dunkelsten Zeiten der Landesgeschichte ausgezeichnet. Die diesjährigen Träger der Medaille Virtus et Fraternitas kommen aus sieben Ländern. Zu ihnen gehören eine japanische Krankenschwester, die in den 1920er Jahren Polen geholfen hatte, sowie norwegische Widerstandskämpfer aus dem Zweiten Weltkrieg. Die Verleihung fand am Donnerstag im Warschauer Belweder-Palast statt.
Die Medaillen wurden an Menschen verliehen, die sich für Hilfsbedürftige eingesetzt hatten. Ihre Hilfe galt vor allem deportierten Kindern und Erwachsenen, Flüchtlingen, Soldaten sowie Menschen, denen die Flucht aus Arbeitslagern gelungen war. Die Medaillen an die Vertreter der Familien der Geehrten überreichte Agnieszka Jędrzak, Unterstaatssekretärin in der Kanzlei des Präsidenten.
Die Medaille, deren lateinischer Name „Tugend und Brüderlichkeit“ bedeutet, ist eine staatliche Auszeichnung. Sie wird an Menschen verliehen, die polnischen Bürgern geholfen haben, die von den sowjetischen und nationalsozialistischen deutschen Regimen verfolgt wurden. Geehrt werden auch Menschen, die Opfern nationalistischer Gewalt und anderer Verbrechen gegen die Menschlichkeit im 20. Jahrhundert beigestanden haben.
PR/dzieje/ps