Deutsche Redaktion

Präsident: EU sollte Moldawien, Ukraine und Georgien aufnehmen

22.03.2022 10:37
Die post-sowjetischen Staaten Moldawien, Ukraine und Georgien sollten in der Lage sein, der Europäischen Union beizutreten, findet Polens Staatspräsident Andrzej Duda. 
Andrzej Duda podkreślił swoje wsparcie dla prounijnych aspiracji Mołdawii
Andrzej Duda podkreślił swoje wsparcie dla prounijnych aspiracji MołdawiiMarek Borawski/KPRP

Duda gab diese Erklärung nach einem Treffen mit seiner moldawischen Amtskollegin Maia Sandu in Chisinau ab, berichtete die polnische Nachrichtenagentur PAP am Montag. Wie Duda betonte, war "Moldawien immer ein Teil Europas". Er fügte hinzu, dass Polen die Bewerbung Moldawiens um den EU-Kandidatenstatus und schließlich die Vollmitgliedschaft "von Anfang an" unterstützt habe. 

"Wir unterstützen auch die europäischen Bemühungen der Ukraine und Georgiens, die ebenfalls historisch und geografisch zu Europa gehörten", sagte Duda.

Es sei "jetzt an der Zeit", dass die EU "Ja" zu Ländern sage, die "entschlossen sind, Mitglieder der großen europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und Zivilisation zu werden."

Polen bietet Moldau zinsloses Darlehen in Höhe von 20 Mio. Euro

Duda kündigte an, dass Polen der Republik Moldau ein zinsloses Darlehen in Höhe von 20 Mio. Euro gewähren werde, da Chisinau mit den Auswirkungen der russischen Invasion in der Ukraine und den steigenden Energiepreisen zu kämpfen habe. Der polnische Präsident lobte das "große Herz" Moldawiens bei der Aufnahme von Flüchtlingen aus der vom Krieg zerrissenen Ukraine. Er versprach auch, mit EU-Beamten über die Öffnung der Grenzen der EU für moldauische Produkte zu sprechen, nachdem "die östlichen Exportmärkte" durch den Krieg abgeschnitten wurden.

Moldawiens Sandu sagte, dass ihr Land 360 000 Flüchtlinge aus der Ukraine aufgenommen habe. Sie fügte hinzu, "Polen nimmt die größte Anzahl von Flüchtlingen auf. Polen und Moldawien beherbergen im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung die gleiche Anzahl von Flüchtlingen. Wir erfüllen unsere Verpflichtung als gute Nachbarn und als Menschen", sagte sie.

Von Moldawien aus ist Präsident Andrzej Duda nach Bulgarien geflogen, wo er sich am Dienstag mit Präsident Rumen Radew treffen wird. Außerdem wird er Rumänien besuchen und Gespräche mit Klaus Iohannis führen.


PAP/ps