Der Status Russlands im UN-Sicherheitsrat sollte Russland keine Straflosigkeit garantieren, betont Polens UN-Botschafter Krzysztof Szczerski. Laut Szczerski sollte Russland seinen Großmachtstatus verlieren. Ebenso, wie das Recht auf Interventionen in unterschiedlichen Teilen der Welt, die Möglichkeit, seine Einflusssphäre selbst zu definieren und schließlich seine privilegierte Position im UN-Sicherheitsrat. All dies, so Szczerski, sollten nach der Aggression gegen die Ukraine langfristige politische Konsequenzen für Russland sein. Für eine solche Strategie sei, laut Szczerski, die Entscheidung Washingtons notwendig. Wie der Ständige Vertreter der Republik Polen bei den Vereinten Nationen hinzufügte, müsse der Westen verstehen, dass der Krieg sich einer friedlichen Lösung nähern sollte. Der Preis für Frieden dürfe jedoch nicht der Verlust der territorialen Integrität der Ukraine sein.
Szczerski hob zudem die bisherigen Aktivitäten der Vereinten Nationen in Bezug auf den Krieg hervor. So sei es dank der UN zu dem Abkommen zum Getreideexport auf der Ukraine gekommen, was eine Beruhigung der Situation auf den Lebensmittelmärkten zur Folge gehabt habe. Auch der Gefangenenaustausch und die Befreiung der Verteidiger aus Azovstal wäre ohne die Veteinten Nationen nicht möglich gewesen.
Die UN, so Szczerski, sei so stark, wie der Wille der internationalen Gemeinschaft. "Aber dank der in den letzten Monaten durchgeführten Reform können die Resolutionen, die durch Russland im Sicherheitsrat blockiert werden, später ohne russisches Veto-Recht in der UN-Vollversammlung angenommen werden”, so Szczerski.
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