Deutsche Redaktion

Neue Produktionshalle und Maschinen: 310 Millionen Złoty für Luftverteidigung „Made in Poland“

29.12.2025 11:04
Kern des Projekts ist eine Kapitalzufuhr von rund 310 Millionen Złoty. Die Mittel fließen in Forschung und Entwicklung, den Ausbau der Infrastruktur sowie in neue Maschinen.
Tarnów, 29.12.2025. Der stellvertretende Ministerprsident und Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz bei der Unterzeichnung des Vertrags ber die Umsetzung des Investitionsprojekts in den Maschinenwerken Tarnów am 29. dieses Monats in Tarnów. (aldg) PAPPaweł Topolski
Tarnów, 29.12.2025. Der stellvertretende Ministerpräsident und Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz bei der Unterzeichnung des Vertrags über die Umsetzung des Investitionsprojekts in den Maschinenwerken „Tarnów” am 29. dieses Monats in Tarnów. (aldg) PAP/Paweł TopolskiPAP/Paweł Topolski

Die Mechanischen Werke Tarnów (Zakłady Mechaniczne Tarnów) entwickeln sich zu einem Hersteller kompletter Luftverteidigungssysteme. Das kündigte Verteidigungsminister und Vizepremier Władysław Kosiniak-Kamysz bei der Unterzeichnung einer Investitionsvereinbarung an. Künftig sollen in Tarnów nicht nur einzelne Komponenten, sondern vollständige Systeme zur Flug-, Raketen- und Drohnenabwehr gefertigt werden – auch für NATO-Partner.

Kern des Projekts ist eine Kapitalzufuhr von rund 310 Millionen Złoty. Die Mittel fließen in Forschung und Entwicklung, den Ausbau der Infrastruktur sowie in neue Maschinen. Vorgesehen sind der Bau einer rund 8.000 Quadratmeter großen Produktionshalle und die Anschaffung von etwa 200 Maschinen. Noch in diesem Jahr sollen rund 200 Millionen Złoty bereitgestellt werden, der Rest Anfang kommenden Jahres.

Das Werk beschäftigt inzwischen mehr als 1.000 Menschen und ist der größte Industriebetrieb der Region. Bereits heute werden dort die Luftverteidigungssysteme „Pilica“ und „Narew“ montiert. In den kommenden Wochen soll zudem eine zentrale Vereinbarung zur polnischen Drohnenabwehr vorgestellt werden, die als vierte Schicht der Luftverteidigung gilt.

Nach Angaben des Verteidigungsministers ist die Investition Teil einer umfassenden Strategie zum Ausbau der nationalen Rüstungsindustrie. Ziel sei es, mindestens die Hälfte der Ausrüstung für die polnischen Streitkräfte im eigenen Land herzustellen und so die Abhängigkeit von ausländischen Lieferanten zu verringern.

PAP/adn

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