Deutsche Redaktion

Nach angeblichem Drohnenangriff auf Putin-Residenz: Moskau verschärft Forderungen an die Ukraine und den Westen

30.12.2025 11:04
Der Kreml stellte in Aussicht, angesichts des mutmaßlichen Vorfalls seine Position in laufenden Gesprächen über eine mögliche Kriegsbeendigung zu überprüfen. Wie Reuters erinnert, hat Russland keine Belege für den Angriff vorgelegt. Die Ukraine wies die Vorwürfe indes als unbegründet zurück.
Ukraiński dron
Ukraiński dronReuters

Russland hat nach einem angeblich vereitelten ukrainischen Drohnenangriff auf eine Residenz von Präsident Wladimir Putin eine Reaktion angekündigt und zugleich seine Forderungen gegenüber Kiew und dem Westen bekräftigt. Außenamtssprecherin Marija Sacharowa erklärte laut Tass, Moskau werde auf den Vorfall antworten. Wie Reuters erinnert, hat Russland keine Belege für einen Angriff vorgelegt. Die Ukraine wies die Vorwürfe indes als unbegründet zurück und sprach von einem Versuch, laufende Friedensgespräche zu untergraben.

Der Kreml stellte in Aussicht, angesichts des mutmaßlichen Vorfalls seine Position in laufenden Gesprächen über eine mögliche Kriegsbeendigung zu überprüfen. US-Präsident Donald Trump sagte, Putin habe ihn über einen möglichen Angriff informiert, was ihn zunächst „sehr verärgert“ habe; zugleich räumte er ein, dass der Vorfall möglicherweise gar nicht stattgefunden habe.

Lawrow wiederholt Maximalforderungen

Außenminister Sergej Lawrow nutzte den mutmaßlichen Angriff, um in staatlichen Medien die Bedingungen Russlands zu wiederholen. Demnach sollen die Ukraine und westliche Staaten die von Russland beanspruchten Gebiete – Krim sowie die Regionen Donezk, Luhansk, Cherson und Saporischschja – als Teil Russlands anerkennen. Moskau fordert zudem die Neutralität der Ukraine, die Beibehaltung ihres Nicht-Atomwaffenstatus sowie deren Demilitarisierung und „Denazifizierung“. Die NATO solle ihre Aktivitäten auf ukrainischem Territorium einstellen. Lawrow begründete die Forderungen mit russischen Erfolgen an der Front. Putin hatte zuvor erklärt, Russland werde den Donbas notfalls mit militärischer Gewalt einnehmen.

Die Angaben zum angeblichen Drohnenangriff bleiben widersprüchlich. Lawrow sprach von 91 abgefangenen Drohnen, während das Verteidigungsministerium später 89 zerstörte Fluggeräte im ganzen Land meldete, darunter 18 über dem Gebiet Nowgorod. Verletzte oder Schäden habe es nicht gegeben.

IAR/PAP/Reuters/adn

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