Deutsche Redaktion

Ukraine bleibt Priorität – Dänemark und Norwegen kritisieren US-Drohungen

19.01.2026 10:16
Die angekündigten Handelsdrohungen der USA und der Streit um Grönland dürfen nach Ansicht der Außenminister von Dänemark und Norwegen nicht von der russischen Aggression gegen die Ukraine ablenken. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz am Sonntagabend in Oslo erklärten Lars Løkke Rasmussen und Espen Barth Eide, die Einheit der Verbündeten müsse gewahrt bleiben.
Dnemark und Norwegen warnen: US-Handelsdrohungen drfen Fokus auf Ukraine-Krieg nicht schwchen
Dänemark und Norwegen warnen: US-Handelsdrohungen dürfen Fokus auf Ukraine-Krieg nicht schwächenreuters

Beide Minister betonten, die Unterstützung für die Ukraine bleibe für ihre Regierungen eine absolute Priorität und werde durch Spannungen im Zusammenhang mit Grönland nicht geschwächt. Der Krieg befinde sich in einer kritischen Phase, jede Ablenkung spiele Russland in die Hände. Dänemark und Norwegen sagten der Ukraine weitere militärische, zivile und politische Hilfe zu.

Rasmussen erklärte, der Konflikt um Grönland sei keine bilaterale oder technische Frage, sondern betreffe grundlegende Prinzipien der internationalen Ordnung – insbesondere die Achtung von Souveränität und territorialer Integrität. Kopenhagen sei zu einem Dialog mit Washington über die Sicherheit in der Arktis bereit, jedoch nur unter voller Wahrung des Status Grönlands als Teil des Königreichs Dänemark.

Eide sicherte Dänemark die volle Unterstützung Norwegens zu und sprach sich entschieden gegen den Einsatz wirtschaftlicher Instrumente wie Zölle als politisches Druckmittel unter Verbündeten aus. Solche Drohungen seien zwischen engen Partnern nicht akzeptabel.

Beide Minister kritisierten Ankündigungen von Donald Trump, mögliche Zölle gegen europäische Staaten zu verhängen, die Dänemark in der Grönland-Frage unterstützen. Europa und die nordischen Länder müssten geschlossen auftreten und konsequent die Prinzipien des Völkerrechts verteidigen.

Zugleich bemühten sich Rasmussen und Eide, die Kritik an konkreten Drohungen von den transatlantischen Beziehungen insgesamt zu trennen. Die USA blieben ein zentraler Verbündeter Europas, der Dialog im Rahmen der NATO sei für die Sicherheit des euroatlantischen Raums und der Arktis von grundlegender Bedeutung. Man werde den diplomatischen Austausch mit Washington fortsetzen, dabei aber klare „rote Linien“ benennen, erklärten beide Außenminister.


PAP/jc

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