Deutsche Redaktion

Frederiksen: Dialog über Arktis-Sicherheit nur unter Wahrung territorialer Integrität

22.01.2026 10:08
Anlass sind jüngste Äußerungen von Donald Trump, der von früheren Drohungen Abstand nahm, wirtschaftlichen Druck zur Durchsetzung US-amerikanischer Interessen in Grönland auszuüben. Trump schloss zudem den Einsatz militärischer Mittel aus und erklärte, eine politische Einigung sei erreichbar.
Flaga Grenlandii powiewa obok domów w stolicy kraju - Nuuk
Flaga Grenlandii powiewa obok domów w stolicy kraju - NuukJONATHAN NACKSTRAND/AFP/East News

Dänemark und Grönland wollen ihre Gespräche über die Sicherheit in der Arktis fortsetzen. Ministerpräsidentin Mette Frederiksen machte jedoch deutlich, dass ein solcher Dialog nur unter Wahrung der territorialen Integrität **Dänemark**s möglich ist.

Anlass sind jüngste Äußerungen von Donald Trump, der von früheren Drohungen Abstand nahm, wirtschaftlichen Druck zur Durchsetzung US-amerikanischer Interessen in Grönland auszuüben. Trump schloss zudem den Einsatz militärischer Mittel aus und erklärte, eine politische Einigung sei erreichbar.

Nach einem Treffen mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte stellte Trump ein mögliches Abkommen zur Arktis in Aussicht. Dieses könnte Fragen der Raketenabwehr, des Zugangs zu Rohstoffen sowie der strategischen Eindämmung Russlands und Chinas miteinander verknüpfen.

Frederiksen betonte, dass die NATO über die dänische Position informiert sei. Die Gespräche auf NATO-Ebene hätten nicht die Souveränität ihres Landes betroffen. Sicherheit in der Arktis sei eine Aufgabe des gesamten Bündnisses und daher ein legitimes Thema für Gespräche zwischen seinen führenden Vertretern.

IAR/adn

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