„Heute werden Kiew, Charkiw und Lwiw sowie viele kleinere Städte von russischen Raketen und Drohnen angegriffen. Es fehlt an Wasser und Strom, und in Kiew herrschen minus 20 Grad“, sagte Rutte. Friedensgespräche seien zwar wichtig, könnten aber eine rasche militärische Unterstützung nicht ersetzen. „Die Ukrainer brauchen militärische Hilfe schon morgen“, betonte er.
Besonders dringend seien Lieferungen von Luftverteidigungssystemen. Diese seien entscheidend für das Überleben der Ukraine in diesem Winter, sagte der NATO-Generalsekretär.
Sikorski: Putin ist kein Mann des Friedens
Der polnische Vizepremier und Außenminister Radosław Sikorski schilderte in Davos die Folgen der russischen Angriffe auf zivile Infrastruktur und Wohngebiete.
„Wenn es keine Heizung und keinen Strom gibt, muss man das Wasser aus den Heizkörpern ablassen, und dann werden diese Wohnsiedlungen praktisch unbewohnbar. Es kommt zu einem Exodus der Bevölkerung aus den großen urbanen Zentren, darunter auch aus Kiew“, sagte Sikorski. Dies stelle eine reale Bedrohung für die Ukraine dar.
Eine gerechte Lösung erfordere, so Sikorski, Druck nicht auf das Opfer, sondern auf den Aggressor auszuüben und der Ukraine dauerhafte, verteidigungsfähige Grenzen zu sichern.
„Es ist außerdem notwendig zu verstehen, dass Wladimir Putin kein Mann des Friedens ist“, fügte er hinzu.
PAP/IAR/jc