Deutsche Redaktion

Ausstieg aus Ottawa-Abkommen: "Beginn eines neuen sicherheitspolitischen Ansatzes"

20.02.2026 10:07
Verteidigungsminister und Vizepremier Władysław Kosiniak-Kamysz bezeichnete das Ende der Bindung an die Konvention als Beginn eines neuen sicherheitspolitischen Ansatzes.
Polska wychodzi z konwencji ottawskiej i jest gotowa na zaminowanie granicy w dwie doby
Polska wychodzi z konwencji ottawskiej i jest gotowa na zaminowanie granicy w dwie dobyOvsiannikova Yuliia/Ukrinform/ABACA/Abaca/East News

Polen ist seit dem 20. Februar nicht mehr an das Ottawa-Übereinkommen gebunden. Das Abkommen, das die Produktion, Lagerung und Nutzung von Antipersonenminen untersagt, verliert ein halbes Jahr nach der Entscheidung der Regierung über den Austritt seine Wirkung. Verteidigungsminister und Vizepremier Władysław Kosiniak-Kamysz bezeichnete das Ende der Bindung an die Konvention als Beginn eines neuen sicherheitspolitischen Ansatzes.

Der Minister verwies darauf, dass Russland weiterhin Antipersonenminen produziert und besitzt. Polen habe sich gemeinsam mit den baltischen Staaten und Finnland zum Austritt entschieden, um zusätzliche Möglichkeiten zur Verteidigung und Abschreckung zu erhalten. Dies sei im Kontext der Bedrohung aus dem Osten von besonderer Bedeutung.

Mit dem Wegfall der internationalen Beschränkungen soll die Produktion von Minensystemen ausgeweitet werden. Kosiniak-Kamysz rief die polnische Rüstungsindustrie dazu auf, entsprechende Kapazitäten zu erhöhen.

Der Austritt fällt mit der Finalisierung des neuen Minensystems „Bluszcz“ zusammen. Das mobile und unbemannte System ergänzt das bereits bestellte schwere System „Baobab“, das großflächige Verminungen ermöglicht. Beide Systeme sollen eine wichtige Rolle beim Ausbau des Schutzes der Ostgrenze im Rahmen des Programms „Schutzschild Ost“ spielen.

IAR/adn


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