Deutsche Redaktion

Kallas kritisiert Lockerung von US-Sanktionen gegen russisches Öl

16.03.2026 09:27
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat die Lockerung von US-Sanktionen gegen russisches Öl scharf kritisiert. Der Druck auf Moskau müsse erhöht und nicht verringert werden, sagte sie vor einem Treffen der EU-Außenminister in Brüssel. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine ist eines der zentralen Themen der Beratungen.
Kaja Kallas
Kaja KallasEPA/OLIVIER HOSLET

Kallas erklärte, Russland müsse zu Verhandlungen über ein Ende des Krieges gezwungen werden. Die Lockerung der US-Sanktionen gegen russisches Öl sei ein gefährlicher Präzedenzfall. Ziel müsse es sein, dass Moskau weniger Geld für den Krieg zur Verfügung habe, nicht mehr.  

„Der Kreml hat gezeigt, dass er in Wirklichkeit nicht verhandeln will und stattdessen die Angriffe auf die Ukraine verstärkt”. sagte Kallas und sprach sich dafür aus, rasch ein zwanzigstes Sanktionspaket gegen Russland zu verabschieden. Dieses soll unter anderem gegen die sogenannte Schattenflotte gerichtet sein. Außerdem plädierte sie für einen Kredit der EU an die Ukraine in Höhe von 90 Milliarden Euro.

Sowohl die Verschärfung der Sanktionen gegen Russland als auch der Kredit für die Ukraine werden derzeit von Ungarn blockiert.


IAR/jc

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