Deutsche Redaktion

Warschau zeigt Elliott Erwitt

19.03.2026 09:43
Eine Retrospektive mit rund 130 Fotografien des US-amerikanischen Fotografen Elliott Erwitt ist ab dem 20. März im Haus der Begegnung mit der Geschichte (DSH) in Warschau zu sehen. Die Ausstellung umfasst Arbeiten aus mehr als 70 Jahren und gibt einen Überblick über das Schaffen eines der bedeutendsten Vertreter der humanistischen Fotografie.
Wystawa Elliott Erwitt. Retrospektywa  w DSH od 20 marca
Wystawa "Elliott Erwitt. Retrospektywa" w DSH od 20 marcaMarechal Aurore/PAP

Erwitt, langjähriges Mitglied der Agentur Magnum Photos, wurde vor allem durch seinen unverwechselbaren Stil bekannt, der Humor, Ironie und eine präzise Beobachtungsgabe verbindet. Seine Motive reichen von Porträts prominenter Persönlichkeiten bis hin zu Alltagsszenen und Tieraufnahmen.

„Er war nicht nur Fotograf, sondern ein herausragender Künstler mit großer Neugier auf die Welt“, sagte die Kuratorin der Ausstellung, Katarzyna Puchalska, der Nachrichtenagentur PAP. Seine Fotografien seien zugleich ästhetisch und eine wertvolle historische Quelle.

Im Laufe seiner Karriere fotografierte Erwitt unter anderem Marilyn Monroe, John F. Kennedy und Fidel Castro. 1959 dokumentierte er die sogenannte „Küchendebatte“ zwischen Nikita Chruschtschow und Richard Nixon.


Elliott Erwitt Elliott Erwitt

Erwitt wurde 1928 in Paris geboren und emigrierte kurz vor dem Zweiten Weltkrieg in die USA. Neben der Fotografie arbeitete er auch als Filmemacher. Er starb 2023 im Alter von 95 Jahren.

Die Ausstellung „Elliott Erwitt. Retrospektive“ ist bis zum 20. September in Warschau zu sehen.


PAP/jc