Das NATO-Hauptquartier hat eine Übersicht der Rüstungsausgaben im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung veröffentlicht. Polen wende demnach dafür 4,30 Prozent seines Bruttoinlandsprodukts auf und ist damit das einzige Land über der Vier-Prozent-Marke. Auf Platz zwei folgt Litauen, das diese Schwelle gerade erreicht habe. Den dritten Rang belegt Lettland mit Ausgaben von 3,74 Prozent des BIP. Über drei Prozent für Verteidigung geben auch Estland, Dänemark, Norwegen sowie die auf dem siebten Platz liegenden Vereinigte Staaten.
Die Übersicht bestätigt auch, dass alle Mitgliedstaaten der NATO mindestens zwei Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung aufwenden. Zuletzt sollen Portugal, Spanien, Albanien, Kanada und Belgien diese Vorgabe erfüllt haben. Über mehr als ein Jahrzehnt hinweg hat sie als Mindestniveau der Verteidigungsausgaben gegolten.
Höhere NATO-Ziele
Im vergangenen Jahr haben sich die Bündnispartner auf dem NATO-Gipfel in Den Haag unter dem Druck der Vereinigte Staaten auf ein neues Ziel von 5 Prozent ihres BIP geeinigt. Davon sollen 3,5 Prozent in die Aufrüstung fließen, der Rest in andere verteidigungsbezogene Bereiche wie Cybersicherheit und Infrastruktur. Insgesamt haben die 32 Mitgliedstaaten der NATO im Jahr 2025 im Schnitt 2,77 Prozent ihres BIP für Verteidigung ausgegeben. Die USA sollen rund 60 Prozent der Gesamtausgaben realisiert haben.
PAP/PR/ps