„Symbolisch, als Zeichen der Solidarität, werden Sie keinen Weihnachtsschmuck auf den Straßen sehen, das ist unsere Realität, diese Freude und der Schmuck werden nur in den Gotteshäusern und Häusern der Christen zu finden sein“, sagte Pater Daniel Stabryla von der Dormitio-Abtei in Jerusalem gegenüber dem Polnischen Rundfunk.
Weniger Touristen, weniger Arbeit
Aufgrund des Rückgangs der Touristen- und Pilgerzahlen ist die Arbeitslosenquote in Bethlehem auf rund 50 Prozent gestiegen. Nach Angaben des palästinensischen Wirtschaftsministeriums liegt die Arbeitslosigkeit im gesamten Westjordanland bei rund 30 Prozent. Dies habe auch die Besitzer von Geschäften und Handwerksbetrieben getroffen. Damit wird das Weihnachtsfest dieses Jahr wieder bescheiden ausfallen. „Jerusalem und Bethlehem sind zwar von der touristischen Seite her sicher, aber die Menschen sind trotzdem besorgt. Die fehlenden Weihnachtsdekorationen machen es zusätzlich schwer, aus dem Trubel herauszukommen“, fügte er hinzu.
Frieden und Solidarität
Die Patriarchen und Oberhäupter der Kirchen in Jerusalem haben sich in einer Weihnachtsbotschaft an die Gläubigen gewandt und die Bedeutung von Hoffnung, Frieden und Solidarität hervorgehoben. „Auch an diesem Weihnachtsfest haben wir die Chance, demjenigen Platz zu machen, der keinen Platz findet, und zu entdecken, dass er selbst unser Weg, unser Zuhause, unser Brot des Lebens, unsere Hoffnung ist“, schrieb der Lateinische Patriarch von Jerusalem, Kardinal Pierbattista Pizzaballa, in seinem Weihnachtsappell.
IAR/ps